Verkehrskontrolle durch die Polizei, Foto: imago/Jochen Tack
Verkehrskontrolle durch die Polizei, Foto: imago/Jochen Tack

Beamten mitgerissen und getürmt - Berliner Polizei sucht nach Raser von Neukölln

Mit enormer Geschwindigkeit ist ein Autofahrer über die Berliner Hermannstraße gerast und sollte von der Polizei gestoppt werden. Zwar hielt er nach einem Wendemanöver vor den Polizisten an, fuhr jedoch wieder los und riss dabei einen Beamten mit sich.

Bei dem Versuch ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit in Berlin-Neukölln zu stoppen, sind zwei Polizisten verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war den Beamten der Mercedes am frühen Dienstagnachmittag auf der Hermannstraße aufgefallen. Sie hätten den Raser aufgefordert anzuhalten. Er habe sich jedoch nicht an die Anweisung gehalten, beschleunigte stattdessen noch und bog über den Herrmannplatz in die Karl-Marx-Straße ab. Den Angaben zufolge wendete der Fahrer auf Höhe der Reuterstraße und fuhr dann in Richtung Hermannplatz zurück.

Auf die Motorhaube aufgeschlagen

Zwei Polizisten hätten sich dann an der Ecke zur Mainzer Straße auf die Fahrbahn gestellt, um den Fahrer erneut zum Anhalten zu bewegen. Dieser stoppte schließlich auch, wie es weiter hieß. Als sich einer der beiden Beamten der Fahrertür näherte, sei das Auto plötzlich wieder losgefahren und hätte einen Polizisten erfasst, der auf der Motorhaube aufschlug und bei einer erneuten Bremsaktion auf die Straße fiel. Der andere Beamte hat sich den Angaben zufolge durch einen Sprung zur Seite retten können. Der Raser sei über die Mainzer Straße via Flughafenstraße entkommen.

Nach Polizeiangaben wurden die Beamten nur leicht verletzt und konnten ihren Dienst nach der Behandlung in einem Rettungswagen am Unfallort fortsetzen. Der Mercedes wurde einige Zeit später in der Dominicusstraße abgestellt gefunden. Die Ermittlungen zum Fahrer dauern an.

Tot nach illegalem Autorennen

Nach einem tödlichen Autorennen Anfang Februar in Berlin hatte die Polizei angekündigt, härter gegen Raser vorgehen zu wollen. Bei dem Unfall auf einer Kreuzung der Tauentzienstraße war der Wagen eines Unbeteiligten gerammt worden. Der 69-Jährige starb am Unglücksort.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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