Zwei Rote Flamingos liebkosen sich (Quelle: dpa)

Am Sonntag ist Valentinstag - "Kein-Bisschen-Verliebte" zum Gottesdienst eingeladen

Am Sonntag ist Valentinstag, der "Tag der Liebenden" wird verehrt, gehasst und manchmal auch ignoriert. Das katholische Herz-Jesu-Kloster in Berlin hat am Samstagabend "Singles und Kein-Bisschen-Verliebte" eingeladen, um mal gegen den Mainstream zu sein. Dafür haben aber alle Blumenläden in Brandenburg auf.

Kurz vor dem Valentinstag hat das katholische Herz-Jesu-Kloster in Berlin "Singles und Kein-Bisschen-Verliebte" eingeladen. "Einmal gegen den Mainstream sein! Das ist unser Anliegen", teilte Pater Ryszard Krupa vorher mit. Überall gebe es nun Herzchen-Ballons, Rosen und Pralinen. Sie wollten dagegen in einem Gottesdienst alle jene Menschen in den Mittelpunkt stellen, die alleine durchs Leben gingen.

"Wir Ordensmänner sind beim Thema Single und Alleinsein ja Spezialisten", hieß es in der Mitteilung von Krupa. Für sie gelte das Zölibat. Sie wollten mit dem Singlegottesdienst Alleinstehenden Mut machen. Nach Angaben eines Sprechers ist es der dritte Gottesdienst dieser Art. Die vergangenen Male seien etwa 60, 70 Menschen gekommen.

Valentinstag-Alternative für geplagte und glückliche SinglesDas Herz-Jesu-Kloster Berlin lädt zur Andacht für Singles...

Posted by Herz-Jesu-Priester Berlin on Sonntag, 7. Februar 2016

Es wird sich auf mehrere Valentins berufen

Der Valentinstag gilt als Tag der Liebenden. Seit Jahrhunderten bekannt, ranken sich doch um seine Ursprünge Legenden. Im alten Rom gedachte man am 14. Februar der Göttin Juno, die als Beschützerin der Ehe galt. Schon damals bekamen Frauen Blumen. Namensgeber des Valentinstags soll der Bischof von Terni sein, der angeblich am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens hingerichtet wurde. Valentin hatte trotz kaiserlichen Verbots Verliebte getraut und ihnen Blumen gegeben. Eine andere - sehr alte Überlieferung - besagt, dass ein Mädchen den Mann heiraten wird, den es am Valentinstag als erstes erblickt.

Die Tradition seiner liebsten Blumen zu schenken, hat sich inzwischen in vielen Ländern durchgesetzt. Allerdings wird der Brauch von vielen auch verachtet. In den sozialen Medien wird deshalb mit dem Valentinstag auch nicht gerade zimperlich umgegangen.  

Blumenläden dürfen am Sonntag öffnen

Obwohl der Valentinstag dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, kann man in Brandenburg auch noch in letzter Minute einen Strauß Blumen für einen geliebten Menschen kaufen. Darauf wies die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam hin. Das Ladenöffnungsgesetz schreibt den Blumenläden aber bestimmte Bedingungen vor, wenn sie am Sonntag geöffnet haben wollen.

Die Regelung richtet sich an Geschäfte mit einem breiten Angebot an Blumen oder Pflanzen. Der Gesetzgeber spricht von einem "erheblichen Umfang", wie IHK-Einzelhandelsexperte Malte Gräve erläuterte. Die Läden dürfen am Sonntag für fünf zusammenhängende Stunden geöffnet haben - frühestens ab 7 Uhr. "Um spätestens 19 Uhr muss der Laden geschlossen sein." In Cottbus haben es die Einzelhändler einfacher. Da ist am Sonntag nämlich komplett verkaufsoffener Sonntag.  

Rund um den Valentinstag machen Blumenhändler in Deutschland etwa 120 bis 130 Millionen Euro Umsatz. Unangefochtener Spitzenreiter bei den Blumen sei nach wie vor die rote Rose, sagt Wolfgang Hilbich, Geschäftsführer des Fachverbandes Deutscher Floristen. Auf den Klassiker entfielen mehr als die Hälfte aller Nachfragen.

Instead of cursing Hallmark, men everywhere should be thanking them.

Ein von @tank.sinatra gepostetes Foto am

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