Polizeiwagen am Oranienplatz in Berlin (Quelle: imago/Olaf Wagner)

Nach Attacken am Oranienplatz - Messerstecher von Kreuzberg soll in geschlossene Unterbringung

Ein 27-jähriger Mann soll in den vergangenen Tagen mehrere Frauen am Oranienplatz durch Messerstiche verletzt haben. Nach seiner Festnahme am Dienstag wurde geprüft, ob er wegen des Verdachts auf eine psychische Erkrankung in ein Krankenhaus eingewiesen wird. Die Staatsanwaltschaft hat nun eine Entscheidung getroffen.  

Der Messerstecher von Kreuzberg soll in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird dem 27-Jährigen gefährliche Körperverletzung und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Allerdings besteht die Vermutung, dass er nicht schuldfähig sein könnte - deswegen wird die Staatsanwaltschaft eine sogenannte "Unterbringung" in einer geschlossenen Anstalt beantragen.

Der 27-Jährige hatte am Dienstag eine 21 Jahre alte Frau am Oranienplatz leicht verletzt. Sie musste ärztlich behandelt werden. Ein Polizist außer Dienst nahm den Mann fest. Danach wurde geprüft, ob der Mann einem Haftrichter vorgeführt oder wegen des Verdachts auf eine psychische Erkrankung in ein Krankenhaus eingewiesen wird.

Zwei Frauen in den Oberschenkel gestochen

Der Mann soll bereits am Samstag in der nahe gelegenen Oranienstraße eine 30-Jährige und in der Adalbertstraße eine 29-Jährige in den Oberschenkel gestochen haben. Zudem soll er Stich-Bewegungen in Richtung einer 34-Jährigen mit Baby vor dem Bauch gemacht haben. Eine der Attackierten erkannte ihn am Dienstagnachmittag laut Polizei wieder.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird aber ausgeschlossen, dass der Mann für eine tödliche Messerattacke in Kreuzberg verantwortlich ist. In der Nacht zum 7. November vergangenen Jahres war ein spanischer Student auf dem Oranienplatz von einem Unbekannten unvermittelt niedergestochen worden. Der 26-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Von dem Täter fehlt bislang jede Spur.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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