Der Plusbus 581 der VBB auf dem Weg nach Bad Belzig (Quelle: VBB)

Positive Bilanz der PlusBusse - Mehr Busse für Brandenburgs kleine Orte - mit Wlan

Mit dem Bus direkt von der Bahn nach Hause: Das ist die Idee der PlusBusse, die in einigen Regionen Brandenburgs bereits kleine Orte mit den Regionalbahnstrecken verbinden. Dieses Konzept gefällt offenbar, auch wegen der Ausstattung der Busse. Gut ein Jahr nach der Einführung ziehen die Betreiber eine positive Bilanz und wollen das Angebot erweitern.

Sie sollen kleine Orte in Brandenburg mit der Bahn verbinden: Die PlusBusse. Sie fahren möglichst im Stundentakt und sind genau auf die Abfahrzeiten der Regionalbahnen  abgestimmt. Seit etwas mehr als einem Jahr sind sie in einigen Regionen Brandenburgs unterwegs, jetzt soll das Netz erwweitert werden.

Das zumindest befürworten die Betreiber. Denn die Bilanz ist positiv: Die Zahl der Fahrgäste auf den drei Linien im Dreieck zwischen Potsdam, Bad Belzig und Brandenburg stieg in einem Jahr durchschnittlich um rund zehn Prozent, wie das Infrastrukturministerium und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Montag mitteilten.

Landesweit sind PlusBusse inzwischen auf fünf Strecken unterwegs - mit Stundentakt, gutem Bahnanschluss und kabellosem freien Internet. Denn auch im Ruppiner Seenland gingen 2015 zwei Linien an den Start.

Passagiere schätzen vor allem das Wlan

Das Angebot der PlusBusse muss werktags vor 7 Uhr beginnen und bis mindestens 20 Uhr laufen. Auch an Wochenenden muss zumindest ein ausgedünnter Verkehr angeboten werden. Besonders schätzen die Fahrgäste das freie WLAN. Jeder dritte Kunde lobte es.

Zukünftig sollen in Brandenburg noch mehr PlusBusse rollen: "Wir sind im Dialog mit dem Landkreis Dahme-Spreewald, möglichst noch bis zum Sommer drei Linien zu einem PlusBus-Konzept aufzuwerten", sagte VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckell. Im Landkreis Barnim sollen bis Dezember zwei solche Linien entstehen. "Und auch in der Prignitz sind wir in einem intensiven Dialog, noch in diesem Jahr ein PlusBus-Konzept zu starten."

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) rechnet mit einem noch stärkeren Anstieg der Passagierzahlen: "Unsere Erfahrung zeigt: Die Leute dazu zu bringen, ihr Auto stehen zu lassen und den Öffentlichen Nahverkehr zu benutzen, das dauert. Wenn eine Linie neu kommt, gibt es ganz viele, die darüber nachdenken. Sie müssen aber erste fünf Leute treffen, die ihnen sagen: 'Das ist gut.'"

Brandenburgs Mobilitätsstrategie 2030

Die Ausweitung der PlusBus-Verbindungen ist Teil von Brandenburgs Bestreben, die Mobilität im Land auch in Zukunft zu gewährleisten. Dafür legte die Infrastrukturministerin im Sommer ein Eckpunkte-Papier vor, das im Anschluss von Landtag, Experten und der Bevölkerung diskutiert werden sollte. Die Ergebnisse sollen letztlich in eine sogenannte Mobilitätsstrategie 2030 münden, die Ende 2016 fertig sein soll.  

Neben den PlusBussen sollen unter anderem Bürger- und Rufbusse die Anbindung in der Fläche sicherstellen. Rufbusse betreibt beispielsweise die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft. Sie funktionieren wie ein Taxi mit Bedarfshaltestellen. Außerdem fährt in der Uckermark ein sogenannter Kombibus, der Personen, Waren und Post durch die Region transportiert .

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

Studio Frankfurt

Vom Landkreis Oder-Spree bis zur Uckermark: Das rbb-Regionalstudio Frankfurt (Oder) mit Nachrichten, Reportagen und Hintergründen aus der Region.  

Das könnte Sie auch interessieren

Bahnübergang in Schwedt / Oder (Quelle: rbb online / S. Schneider).

Achtung, Baustelle! - Ohne Anbindung geht nichts

Viele Wege führen nach Schwedt. Man braucht nur Zeit, Geduld und ein robustes Auto. Marode Autobahnen, Bummelzüge und Straßen, die im Nirwana enden, schneiden Schwedt von der Zukunft ab. Woran es scheitert und wie man trotzdem gut ankommt. Von Antonia Schanze

Hilfe für die Erdbebenopfer in Italien (Quelle: dpa/Riccardo De Luca/UPDATE IMAGES PRESS/MAXPPP)

Video: Abendschau | 25.08.2016 | Anja Herr - Hilfe aus Berlin für die Erdbebenopfer

Die Zahl der Opfer bei dem schweren Erdbeben in Italien liegt bei mehr als 250. Das Beben hatte am Mittwoch im Gebiet zwischen den Regionen Latium, Marken und Umbrien mehrere Dörfer teilweise zerstört. Bei dem in Berlin lebenden Italienern ist die Hilfsbereitschaft groß. Es wird gespendet. Die Spenden werden direkt nach Amatrice gebracht.