Der Angeklagte verdeckt sein Gesicht mit einem Ordner neben seinem Anwalt am 25.01.2016 im Verhandlungssaal des Landgerichtes in Frankfurt (Oder) (Quelle: dpa)

Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt - Verurteilter im Fall Lilly wehrt sich gegen Strafe

Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte ihn wegen des Mordes an der keinen Lilly aus Strausberg zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch eine besondere Schwere der Schuld hatte das Gericht festgestellt – doch nun geht der Mann in Revision. Auch im zweiten Verfahren zu dem Fall ist damit noch kein Ende in Sicht.

Nächste Etappe im Fall Lilly: Der wegen Mordes verurteilte 27-Jährige geht gegen seine lebenslange Haftstrafe vor. Das Landgericht Frankfurt Oder teilte am Mittwoch mit, der Verteidiger des Mannes habe Revision eingelegt.

Eine Nacht lang misshandelt

Vergangene Woche am 3. Februar hatte das Landgericht den ehemaligen Lebensgefährten der Kindesmutter wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Es wurde außerdem die besondere Schwere der Schuld festgestellt, was eine vorzeitige Haftentlassung erschwert.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 27-Jährige die knapp zwei Jahre alte Lilly 2013 eine ganze Nacht lang schwer misshandelt und gequält hat. Das Mädchen starb vier Tage später an seinen schweren Verletzungen.

Urteil 2014 wegen Totschlags

In einem ersten Urteil im Jahr 2014 war der 27-Jährige bereits zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe wegen Totschlags verurteilt worden. Das Gericht hatte eine Verurteilung wegen Mordes abgelehnt, da es keine niederen Beweggründe als bewiesen ansah. Ein Sachverständiger hatte dem Angeklagten fehlende Empathie bescheinigt.

Damals war der leibliche Vater des Kindes in Revision gegangen. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verwies den Fall schließlich zurück an das Landgericht.

 

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

Studio Frankfurt

Vom Landkreis Oder-Spree bis zur Uckermark: Das rbb-Regionalstudio Frankfurt (Oder) mit Nachrichten, Reportagen und Hintergründen aus der Region.  

Das könnte Sie auch interessieren

Feuerwehr sichert am 26.06.2016 eine Landstraße in Brandenburg, wo Bäume entwurzelt sind (Quelle: rbb/Brandenburg aktuell)

Feuerwehr im Dauereinsatz - Hitzewelle endet mit schweren Gewittern

Nach der kurzen Hitzewelle haben heftige Gewitter zwar Abkühlung gebracht, doch vielerorts sorgte das Unwetter für umgeknickte Bäume und vollgelaufene Keller. Besonders der Nordosten und Süden Brandenburgs waren betroffen. Die Regionalbahnstrecke zwischen Bernau und Eberswalde war bis Sonntagmittag gesperrt.