Am 01.03.16 wurde in Stahnsdorf eine Weltkriegsbombe entschärft. (Quelle: rbb Fernsehen / Brandenburg aktuell)

"Aufwändige Evakuierungsaktion" - Weltkriegsbombe in Stahnsdorf erfolgreich entschärft

Im brandenburgischen Stahnsdorf ist am Dienstag eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft worden. Rund 6.000 Menschen mussten zuvor in Sicherheit werden. Die geplante Entschärfung verzögerte sich zunächst, weil die Evakuierung doch aufwändiger war.

In Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) ist am Dienstag eine Weltkriegsbombe entschärft worden. Laut Polizei beendeten die Kampfmittelexperten am Mittag ihre Arbeit. Der 800 Meter große Sperrkreis rund um die Fundstelle in einem Gewerbegebiet wurde aufgehoben. Die Entschärfung des mehr als 250 Kilo schweren Blindgängers galt als schwieriger als gewöhnlich, weil die Bombe zwei Zünder hatte. "Es gab keine Probleme", sagte Stephan Reitzig, Sprecher der Gemeinde.

Von der Entschärfung waren rund 6.000 Menschen betroffen, die ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen mussten.

Bevor am 01.03.16 in Stahnsdorf eine Weltkriegsbombe entschärft wurde, wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt und evakuiert. (Quelle: rbb Fernsehen / Brandenburg aktuell)
Vor der Bombenentschärfung wurde weiträumig abgesperrt

Entschärfung mit Verzögerung

Die Entschärfung der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die um 11 Uhr starten sollte, verzögerte sich allerdings. Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) sprach von einer aufwändigen Evakuierungsaktion. Wie Albers dem rbb sagte, waren mehrere Wohnblocks, ein ganzer Gewerbepark mit hunderten Beschäftigten und ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge betroffen. Um die Menschen unterzubringen, hätten eine Schulaula, Turnhallen und eine Kita freigeräumt werden müssen. Albers verwies in diesem Zusammenhang auf die niedrigen Außentemperaturen.

Der Sperrkreis wurde rund um den Fundort der Bombe im Gewerbeareal Techno Park errichtet. Er umfasste auch die Gewerbegebiete Green Park und Ruhlsdorf, außerdem Wohngebiete, eine Musik-Kita, mehrere Schulen sowie Wohnheime.  

Der 250-Kilo-Sprengsatz war erst am Montagabend bei routinemäßigen Sucharbeiten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Techno Park Stahnsdorf - zwischen Quermathe und Kieler Straße - entdeckt worden.  

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

Studio Frankfurt

Vom Landkreis Oder-Spree bis zur Uckermark: Das rbb-Regionalstudio Frankfurt (Oder) mit Nachrichten, Reportagen und Hintergründen aus der Region.  

Das könnte Sie auch interessieren

Eine entschärfte 250-Kilogramm schwere US-Fliegerbombe, ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, liegt am 02.10.2014 in einem Wald in Potsdam. Der wurde in der Nähe des Potsdamer Regierungsviertels entdeckt. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Bilanz 2015 für Brandenburg - Tonnenweise Weltkriegsmunition vernichtet

Granaten, Bomben und Munition für Handfeuerwaffen: Mehr als 200 Tonnen Munition aus dem Zweiten Weltkrieg sind im vergangenen Jahr in Brandenburg vernichtet worden. Das kostete das Land einen zweistelligen Millionenbetrag. Künftig kann Brandenburg mit mehr Geld vom Bund rechnen. Doch die Regierung ist noch nicht zufrieden.

Ein altes oranges Telefon mit Drehscheibe auf einer Tischdecke mit Blumenmuster. (Quelle: imago | Gerhard Leber)

Mehr Berliner rufen die 115 an - Die Nummer gegen Bürger(amts)kummer

"Ich möchte meinen Personalausweis umtauschen - sowie meinen Mann." Die Anrufe beim Berliner Bürgertelefon sind im vergangenen Jahr rasant gestiegen. Meistens geht es zwar nicht um Beziehungstipps. Beim Hauptanliegen der Anrufer kann die 115 aber trotzdem nicht weiterhelfen.

 

Deutsche Bahn - Online Ticket - Im Aztec-Code (Matrixcode) des Tickets sind Informationen zu der gebuchten Fahrkarte gespeichert, aufgenommen am 24.08.14 (Quelle: imago / Rüdiger Wölk).

Betrügerischer Verkauf von Bahntickets vor Gericht - Betrug am Zug

Thiery I. war 2012 der erste, der in Deutschland in großem Stil mit gefälschten Bahntickets handelte. Seit Dienstag steht er wieder vor Gericht, wegen hohen Betruges. Jährlich soll die Bahn durch Ticketbetrug insgesamt acht bis zehn Millionen Euro Schaden haben, sagen Ermittler. Unterm Strich zahlen es die Kunden. Von Ulf Morling