Zika-Tests im Labor (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa)

Mann mittlerweile wieder gesund - Erster Zika-Fall in Berlin nachgewiesen

Das Zika-Virus breitet sich derzeit in Mittel- und Südamerika rasant aus. Es steht im Verdacht, für Babys im Mutterleib sehr gefährlich zu sein. Jetzt ist auch in Berlin erstmals ein Fall einer Zika-Infektion offiziell diagnostiziert worden. Der Mann war drei Wochen in Haiti.

Bei einem Berliner ist erstmals ein Fall einer Zika-Infektion diagnostiziert worden. Erkrankt war ein Mann, der drei Wochen nach Haiti gereist war. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) hatte er zwar kein Fieber, klagte aber über Hautausschlag.

Bei einer Untersuchung nach seiner Rückkehr wurde zwar das Virus selbst nicht mehr nachgewiesen, jedoch Antikörper dagegen. Der Mann ist mittlerweile wieder gesund.

Übertragen wird das Virus durch Mücken in Mittel- und Südamerika. Gefährlich ist es möglicherweise für schwangere Frauen, weil dadurch schwere Fehlbildungen bei Neugeborenen verursacht werden können. Bislang gibt es keinen Impfstoff gegen den Erreger und kein Medikament zur Behandlung Erkrankter. Wegen der Zika-Epidemie hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anfang des Monats einen "weltweiten Gesundheitsnotstand" ausgerufen.  

Keine oder nur wenige Todesfälle

Das Zika-Virus wurde 1947 erstmals aus einem Rhesusaffen im Zika-Wald in Uganda isoliert und erhielt daher seinen Namen. Durch den Mückenstich werden die Viren auf den Menschen übertragen. Eine Infektion äußert sich durch Hautausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen sowie seltener Muskel- und Kopfschmerzen und Erbrechen.

Häufiger geht sie auch mit einer Bindehautentzündung einher. Der Hautausschlag hält im Durchschnitt sechs Tage an. Andere Symptome können auch früher abnehmen. Todesfälle scheinen laut Experten nicht oder nur extrem selten vorzukommen.

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