Polizist mit seiner Dienstwaffe (Quelle: dpa)

Komplettes Drogenlabor entdeckt - Polizei lässt Dealer in Falkensee auffliegen

Es ist ein spektakulärer Fund: rund 6,7 Kilo Amphetamine im Wert von etwa 100.000 Euro. Am Freitag entdeckte ein Spezialeinsatz-Kommando in einem Einfamilienhaus in Falkensee ein komplettes Drogenlabor und Schreckschusswaffen. Drei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft - einer wird noch gesucht.

Nach dem Fund eines Drogenlabors in einem Einfamilienhaus im brandenburgischen Falkensee (Havelland) sitzen drei von fünf Tatverdächtigen in Untersuchungshaft. Gegen eine ebenfalls festgenommene 28-Jährige sei kein Haftbefehl erlassen worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Der fünfte, 50 Jahre alte Verdächtige werde noch gesucht.

Wie Polizei, Staatsanwaltschaft und Zollfahndungsamt am Samstag gemeinsam mitteilten, wurde bei dem Einsatz am Freitag Amphetamin in einem Straßenverkaufswert von rund 100.000 Euro sichergestellt. Es war der vorläufige Höhepunkt der Ermittlungen, die die Staatsanwaltschaft Berlin bereits seit Anfang des Jahres führte.

Zunächst hatte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) einen 40-Jährigen an einer Tankstelle in der Berliner Heerstraße festgenommen. In einem Rucksack in seinem Auto fanden die Beamten rund zwei Kilogramm "Speed". Es folgten Wohnungsdurchsuchungen bei insgesamt fünf Tatverdächtigen in den Stadtteilen Adlershof, Friedrichshagen und Tiergarten. Dort wurden weitere knapp zwei Kilogramm Amphetamin, Geld sowie kleine Mengen Kokain und Cannabis beschlagnahmt.

Eine Frau und drei Männer festgenommen

In dem Einfamilienhaus, in einem Wohngebiet in der Stralsunder Straße in Falkensee, entdeckten die Ermittler den Angaben zufolge eine "laborähnliche Einrichtung" zur Drogenherstellung. Dort wurden weitere 2,7 Kilogramm Amphetamin, eine Laborausrüstung mit Chemikalien sowie drei Schreckschusswaffen sichergestellt. Die Festgenommenen wurden noch am Samstag einem Haftrichter vorgeführt.

Erst zuletzt war Zollfahndern in Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) ein spektakulärer Drogenfund gelungen - mehr oder minder durch Zufall. Als sie einen verdächtigen Bauernhof durchsuchten, auf dem sie eigentlich geschmuggelte Zigaretten vermuteten, stießen sie im Keller auf mehr als 100 Kilogramm Cannabis, Kokain und Ecstasy mit einem Verkaufswert von rund 1,5 Millionen Euro. Das waren mehr Drogen, als der Zoll im ganzen Jahr 2014 in Brandenburg beschlagnahmt hat.

Der Standort des Drogenlabors in der Stralsunder Straße

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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