Eine Straßenbahn und Autos fahren am 19.03.2015 über die Bösebrücke, auch Bornholmer Brücke genannt, in Berlin (Quelle: imago/Jürgen Ritter)

Grundsanierung startet in nächste Bauphase - Drei Monate kein Tram-Verkehr auf der Bösebrücke

Den Fahrgästen der BVG stehen in den nächsten drei Monaten harte Zeiten bevor: Die Sanierung der maroden Bösebrücke zwischen Gesundbrunnen und Prenzlauer Berg geht in eine neue Etappe: Vom 19. März bis 27. Juni verkehren keine Straßenbahnen. Es wird zwar Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, doch selbst die BVG warnt vor Staus.

Die Grundsanierung der Bösebrücke, die die beiden Berliner Ortsteile Gesundbrunnen und Prenzlauer Berg verbindet, geht in eine neue Etappe: Dafür wird zwischen dem 19. März und 27. Juni die Straßenbahn unterbrochen, wie die Berliner Verkehrbetriebe (BVG) am Montag mitteilten. Die Linien M13 und 50 fahren nicht zwischen den Haltestellen Björnsonstraße und Virchow-Klinikum.

Die Berliner Verkehrsbetriebe setzen zwar einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Doch trotz Sonder-Busspuren und Extra-Ampelschaltung warnt die BVG vor Staus. Fahrgästen werde empfohlen, dieses Gebiet mit U- und S-Bahn zu umfahren, sagte Pressesprecherin Petra Reetz in der rbb-Abendschau.

Nicht nur neue Gleise, sondern auch neuer Asphalt

Aber auch entlang der Bornholmer, Osloer und Seestraße werden Gleise ausgetauscht, wie die BVG weiter mitteilte. Außerdem werden Asphaltdecken zwischen den Schienen erneuert. Nach 20 Jahren und täglich tausenden Pkw und Lkw seien die Decken schon stark beansprucht, so die BVG. Außerdem saniert das Unternehmen den kompletten westlichen Streckenabschnitt zwischen Virchow-Klinikum und Amrumer Straße.

Umgebungskarte Bösebrücke

Statt Bahnen rollen ab kommenden Samstag Busse über die Bornholmer, Osloer und Seestraße. Der Ersatzverkehr wird - wie auch der Autoverkehr - wegen der einseitigen Brückensperrung umgeleitet über die Jülicher Straße, Behmstraße und Malmöer Straße. In ihrer Mitteilung warnt die BVG aber schon mal davor, dass die Busse im Stau stehen werden.  "Planmäßig werden in Spitzenzeiten bis zu 15 Busse im Einsatz sein", wird Torsten Mareck, Bereichsleiter Omnibus, in der Mitteilung zitiert. "Der Straßenzug ist als Autobahnzubringer aber bekanntermaßen stauanfällig." So seien viele Ziele entlang der Linien M13 und 50 beispielsweise über die Ringlinien der S-Bahn und die U-Bahnlinien U6, U8 und U9 miteinander verknüpft, rät die BVG.

Sanierung auf zwei Jahre angesetzt

Insgesamt werden in den kommenden drei Monaten etwa 1,7 Kilometer Schienen erneuert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 3,8 Millionen Euro. Seit August letzten Jahres wird die zentrale Ost-West-Achse zur A100 saniert. Seitdem ist die Brücke halbseitig gesperrt. Richtung Osten ist kein Durchkommen mehr, Richtung Westen ist sie zumindest für Pkw einseitig befahrbar, allerdings nur auf einer Spur.

Mehrfach hatte sich die Sanierung verzögert. Ursprünglich war der Beginn der Bauarbeiten schon für Juni geplant, doch die Verkehrslenkung Berlin (VLB) war mit der komplizierten Umleitungsroute nicht rechtzeitig fertig geworden, und der Baustart musste zwei Mal verschoben werden. Als besonders zeitaufwändig hatte sich laut Verkehrslenkung die Umprogrammierung von sieben Ampelanlagen erwiesen.

Im kommenden Jahr sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

Infos für unterwegs

Weitere Informationen gibt es auf BVG.de, im BVG Navi, im BVG-Callcenter unter der Telefonnummer 19449 und über die Twitterkanäle @BVG_Tram, @BVG_Bus sowie @BVG_Ubahn.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

Studio Frankfurt

Vom Landkreis Oder-Spree bis zur Uckermark: Das rbb-Regionalstudio Frankfurt (Oder) mit Nachrichten, Reportagen und Hintergründen aus der Region.  

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Mann liegt auf einer Parkbank im Regierungsviertel in Berlin, während sich im Hintergrund Menschen in einem Brunnen erfrischen. (Quelle: dpa/Wolfgang Kumm)

Hitzerekorde und Unwetterwarnung - Berlin - die heißeste Stadt in ganz Deutschland

Berlin ist nicht mehr ganz arm, noch immer sehr sexy - aber vor allem sehr heiß: Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet, stieg das Thermometer am Freitag auf 36,4 Grad - der höchste Wert in ganz Deutschland. Leider bedeutet das auch hohe Ozon-Werte. Und für den Nordwesten Brandenburgs galt am Abend vorübergehend eine Unwetterwarnung.

Ausgebrannter Mercedes in der Teutonenstraße in Berlin-Zehlendorf (Quelle: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert)

Unruhige Nacht in Berlin - Wieder brennen Autos - auch in Nikolassee

Autos brennen in Prenzlauer Berg und Friedrichshain, und in Moabit werden Scheiben einer Bankfiliale eingeworfen. In der Nacht zu Freitag ist die Randale weitergegangen, unter anderem in Pankow und Nikolassee. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit ihrem Einsatz in der Rigaer Straße am Mittwoch.