Eine junge Frau liegt krank im Bett (Quelle: imago/Westend61)
Video: Brandenburg aktuell | 02.03.2016 | Raphael Jung

Mehr Fälle registriert - Grippesaison nimmt Fahrt auf

Die Wartezimmer der Ärzte werden voller, die Großraumbüros lichten sich: Die diesjährige Grippesaison steuert auf ihren Höhepunkt zu. In Berlin und Brandenburg wurden deutlich mehr Neuerkrankungen registriert. Wie stark die Grippewelle in diesem Jahr ausfällt, ist aber noch ungewiss.

Die Zahl der nachgewiesenen Grippeerkrankungen in der Region steigt seit Mitte Februar deutlich an. Das Brandenburger Gesundheitsministerium meldet für die siebte Kalenderwoche (15. bis 21. Februar) 208 Neuerkrankungen, eine Woche zuvor waren es noch 110. In Berlin gab es laut Landesamt für Gesundheit und Soziales 222 neue Fälle, das waren 49 mehr als in der Vorwoche.

Stark erhöhte Aktivität in Ostdeutschland

Noch halten sich die Experten bedeckt, ob die Grippewelle in dieser Saison stärker ausfällt als im Vorjahr. Insgesamt liegen die Zahlen in der Region seit Beginn dieser Grippesaison auf Vorjahresniveau. Fest steht aber auch, dass die Zahl der gemeldeten akuten Atemwegserkrankungen gerade im Osten der Republik stark erhöht ist. Die Grippesaison läuft noch bis Mitte April.

Nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts erkranken pro Jahr zwischen zwei und zehn Millionen Menschen in Deutschland an Influenza. Bei starken Grippewellen wie im Winter 2012/13 liegt die Zahl der geschätzten Todesfälle bei 20.000.

Hände waschen, impfen lassen

Eine Grippe wird - im Gegensatz zu einem grippalen Infekt - durch Influenzaviren ausgelöst und kommt meist mit Fieber daher. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen, zur Vorbeugung empfehlen Experten häufiges Händewaschen. Risikogruppen wie alte und geschwächte Menschen sollten sich impfen lassen.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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