Festnahme eines Kabeldieb in Berlin (Quelle: rbb/Abendschau)

Mehr als 200 Beamte im Einsatz - Polizei nimmt Kabeldiebe fest

Immer wieder stocken die Züge der Bahn, weil auf der Strecke Kabel gestohlen wurden. Jetzt ist die Bundespolizei in Berlin und Brandenburg gegen eine ganze Bande mutmaßlicher Metalldiebe vorgegangen, sieben Männer wurden festgenommen. Die Bande soll einen Schaden von rund einer Million Euro verursacht haben.

Mit einem massiven Aufgebot von mehr als 200 Beamten ist die Bundespolizei am Donnerstag in Berlin und Brandenburg gegen eine mutmaßliche Bande von Metalldieben vorgegangen. Dabei wurden Haftbefehle gegen sieben Männer vollstreckt.

Die Bande soll gewerbsmäßig im Raum Berlin-Brandenburg vor allem kupferhaltige Rückleiterkabel an Bahntrassen gestohlen und verkauft haben. Dabei sei der Deutschen Bahn ein Schaden in Höhe von etwa einer Million Euro entstanden, sagte Bundespolizeisprecher Jens Schobranski dem rbb.

Ermittlungen seit November

Die Einsatzkräfte durchsuchten am Morgen zwei Wohnungen in Berlin-Neukölln, drei Wohnungen in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) sowie zwei Berliner Altmetallhandlungen, wie die Bundespolizei mitteilte. Sie stellten dabei Einbruchswerkzeug sowie Beweismaterial etwa in Form von Handys, Kontoauszügen und Quittungen sicher.

Gegen bis zu 17 Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren wird den Angaben zufolge seit vergangenem November ermittelt. Es seien zudem zwei internationale Haftbefehle gegen Verdächtige erwirkt worden, die nicht in Deutschland seien, hieß es.

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