Screenshot eines Tweets von rbb-info zum Hashtag #ditisberlin (Quelle: https://twitter.com/rbbonline)

Kurznachrichtendienst wird 10 Jahre alt - Was die Berliner bei Twitter so treiben

Der Kurznachrichtendienst Twitter feiert am Montag sein zehnjähriges Bestehen. War Twitter damals noch ein Experiment, ist es heute eine wichtige Plattform zum Verbreiten schneller Nachrichten. In Deutschland nutzen mehr als 12 Millionen Menschen die Plattform, darunter viele Berliner. Von Laura Will  

140 Zeichen und jede Menge Beobachtungen aus der Hauptstadt: Was typisch für Berlin und das Leben hier ist, können Internetnutzer bei Twitter unter dem Hashtag #ditisberlin lesen.



Skurile Beobachtungen kombiniert mit Humor - da darf auch die Berliner Polizei nicht fehlen. Auf mehreren Twitterkanälen ist sie unterwegs. Alleine ihr Profil zu speziellen Polizeieinsätzen hat mehr als 94.000 Follower.

Ernste und witzige Themen

Für Oliver Klau von der Öffentlichkeitsarbeit der Berliner Polizei ist der Kurznachrichtendienst unverzichtbar. "Wir haben viele ernste Themen, mit denen wir die Öffentlichkeit informieren wollen und Präventionshinweise geben wollen", sagt Klau. "Wir haben aber auch Themen, mit denen wir auch ein bisschen unsere Arbeit und den Beruf des Polizisten interessant machen möchten. Dazu gehört auch, dass wir unsere Arbeit, die wir jeden Tag für Berlin leisten, mit einem kleinen Schmunzeln verkaufen."

Fast schon Kultstatus hatte die Aktion #24hPolizei, deren Tweets tausende Menschen verbreitet hatten. Das Konzept: Beamte twittern direkt aus der Einsatzleitzentrale, um zu zeigen, was in Berlin alles los ist.



Twitter vor allem bei aktuellen Ereignissen wichtig

In der Hauptstadt passiert neben Ernstem eben auch viel Skurriles. Wie viele Berliner genau twittern, ist nicht bekannt. Einige sind eher skeptisch und nutzen lieber soziale Plattformen wie Facebook.

Trotzdem bleibe Twitter in einigen Bereichen wichtig, meint Axel Bruns, Autor des Buchs "Twitter and society". "Gerade wenn es um aktuelle Ereignisse und um Politik, Nachrichten und Medien geht, ist Twitter mit Sicherheit führend und damit noch vor Facebook", sagt Bruns, der Twitter für eine Erfolgsstory hält. Dafür spricht auch, dass viele Prominente Twitter nutzen. In Berlin zählt dazu unter anderem der Rapper Bushido, der mehr als 800.000 Follower hat. 

Beitrag von Laura Will

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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