Falschparker behindert die Durchfahrt eines Feuerwehrfahrzeugs (Quelle: imago/Olaf Döring)

Rettungskräften fehlt Freiraum in Kurven - Feuerwehr setzt in Treptow reihenweise Falschparker um

Mit einer Abschleppaktion hat die Berliner Feuerwehr auf die Probleme durch falsch parkende Autos aufmerksam gemacht. Zwei Autos wurden dabei in Treptow von Abschleppwagen umgesetzt, weil sie enge Straßen blockierten und das Löschfahrzeug der Feuerwehr nicht zu einem möglichen Einsatzort gekommen wäre.

Anwohner reagieren mit Unverständnis

Es handelte sich in diesen Fällen nicht um echte Notlagen, sondern um eine geplante Aktion in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, wie Feuerwehrsprecher Sven Gerling sagte. Gleichwohl müssten die betroffenen Autofahrer wegen Falschparkens und für das Umsetzen zahlen. "Es geht dabei nicht darum, jemanden zu ärgern", betonte Gerling. Vielmehr sollten die Menschen sensibilisiert werden.

Bei den Anwohnern stieß die Präventionsaktion allerdings zu Teilen auf Unverständnis. So hätten viele der Anwohner erbost reagiert, wie die Feuerwehr berichtet. Gerling zeigte sich am Dienstag irritiert darüber. "Spätestens, wenn es brennt und jemand selber eingeschlossen ist, wünscht sich derjenige freie Straßen", sagte der Sprecher.

Im Notfall kann jede Minute wichtig sein

Die Feuerwehr habe besonders mit ihren großen Fahrzeugen immer wieder Probleme, zu den Einsatzorten zu kommen. Anwohner würden ihre Autos auch in schmalen Straßen zu dicht an den Kreuzungen parken, obwohl das nicht erlaubt sei. Große Löschfahrzeuge kämen dann nicht mehr um die Kurve. Das könnte schlimmstenfalls sehr gefährlich sein. "Im Ernstfall kann jede Minute wichtig für die Rettung von Menschenleben sein", erklärte Gerling.

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