ARCHIV - Ein Schild "Achtung Gefahrenbereich" steht am 27.07.2015 in Grabko (Brandenburg) auf dem Schwimmsteg des Pastlingsees. (Quelle: dpa/Bernd Settnik)

Genehmigung verlängert - Pastlingsee wird weiterhin mit Grundwasser aufgefüllt

Um dem Wasserverlust im Pastlingsee im Kreis Spree-Neiße entgegenzuwirken, wird auch im nächsten Jahr Grundwasser zugeleitet. Eine entsprechende Genehmigung wäre eigentlich Ende Oktober ausgelaufen, ist aber nun weiter bis Ende 2017 gültig, wie der Landkreis Spree-Neiße am Dienstag mitteilte.

Der Pastlingsee in der Gemeinde Schenkendöbern verliert seit Jahren aus ungeklärter Ursache Wasser. Im Sommer 2015 hatte es ein massives Fischsterben gegeben. Deshalb startete ein Projekt, bei dem der Gewässerverband Grundwasser zuführt, um den Wasserstand anzuheben.

Ursache des Wasserverlustes ungeklärt

Warum der Pastlingsee Wasser verliert, ist noch nicht ermittelt. Das Landesumweltamt hatte vor einiger Zeit angekündigt, ein entsprechendes Gutachten in Auftrag geben zu wollen. Als mögliche Ursachen gelten geringerer Niederschlag sowie Bäume und Schilf am Ufer, die dem See Wasser entzögen.

Strittig ist, ob die Braunkohleförderung etwas mit dem Wasserverlust zu tun hat. Das Landesumweltamt sieht dafür einen Zusammenhang, der schwedische Staatskonzern Vattenfall, der bis vor Kurzem in der Nähe den Braunkohletagebau Jänschwalde betrieben hat, wies das zurück. Vattenfall hatte zugleich aber angeboten, die Kosten für die Grundwasser-Zuleitung auf freiwilliger Basis zu tragen. Der neue Tagebaubetreiber LEAG, der seit kurzem für die Lausitzer Braunkohlesparte verantwortlich ist, führt diese Praxis fort. Ein Unternehmenssprecher sagte: "Wir haben eine Verlängerung um ein Jahr angeboten."

Umweltschützer kritisieren hohen Phosphatgehalt

Momentan wird dem Gewässerverband Spree-Neiße zufolge aber kein Grundwasser in den See zugeführt. Hintergrund ist eine Auflage, wonach der Wasserstand im See mindestens 20 Zentimenter unter dem eines angrenzenden Moores liegen muss. Damit soll verhindert werden, dass Seewasser in das Moor laufen könnte.

Umweltschützer kritisieren, dass das Wasser, das in den See geleitet wird, sehr phosphathaltig sei. Das rege unter anderem das Algenwachstum an.

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