Frau macht ein Selfie am Holocaust-Denkmal in Berlin (Quelle: imago / Tack)

Selfies und andere unnütze Funktionen - Zehn Dinge, die uns ohne Smartphone erspart geblieben wären

Vor genau zehn Jahren hat Apple das iPhone präsentiert, es hat unsere Kommunikation grundlegend verändert. Ja ja, stimmt schon. Aber das Smartphone als solches hat auch Unnützes und Peinliches hervorgebracht. Auf diese zehn Dinge hätten wir gerne verzichtet.

Face Swap von Dietmar Woidke und Michael Müller (Quelle/Montage: rbb)

1. Face Swaps über Snapchat und andere Apps

Das soziale Netzwerk Snapchat ist vor allem bei 12- bis 24-Jährigen beliebt. Eine kuriose Funktion der Smartphone-App (und anderer, ähnlicher Apps): Mit Face Swap kann man sein Gesicht mit dem einer anderen Person vertauschen, während Kopfform und Haare gleich bleiben. Wir führen das hier mal am Beispiel von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller vor.

Frau macht ein Selfie am Holocaust-Denkmal in Berlin (Quelle: imago / Tack)

2. Tinder-Fotos am Holocaust-Mahnmal

Geschmacklos aber wahr: Immer wieder fotografieren sich Smartphone-User und -Userinnen im Berliner Holocaust-Mahnmal und nutzen die Bilder zum Beispiel als Profilfotos bei der Flirt-App Tinder. Der Blog "Tinder Holocaust Memorial" sammelt diese Fotos.

Schlange vor dem Apple Store Kurfürstendamm einen Tag vor dem iPhone 5s Launch (Quelle: imago / Hartenfelser)

3. Campierende iPhone-Jünger vor dem Apple Store

Wenn ein neues iPhone in die Läden kommt, beginnen manche Apple-Fans schon eine Woche vorher, am Apple Store am Berliner Ku’Damm zu campen – damit sie auch ganz sicher die Ersten sind, die das neue Modell in den Händen halten.

Matthias Platzeck schaut auf sein Telefon (Quelle: imago / Hoffmann)

4. Ärgern über Edge-Empfang in Brandenburg

Brandenburg gehört bundesweit zu den Schlusslichtern in der mobilen Internetnutzung: Nur 51 Prozent der Bevölkerung surfen über Tablet oder Smartphone. Das liegt auch an den Funklöchern, die es in Brandenburg noch gibt: So ist der Empfang beispielsweise zwischen Herzberg und Jüterbog oder Doberlug-Kirchhain so schlecht, dass es nicht einmal zum Telefonieren reicht.

Ein Pokemon Go-Spieler in Berlin (Quelle: imago / Sabine Gudath)

5. Der Hype um Pokémon Go

Im Sommer 2016 ist der Pokémon-Go-Trend ausgebrochen. Mittels Virtual Reality jagen Smartphone-User virtuelle Monster, die sie durch ihre Handykamera sehen. Das Pokemon-Go-Fieber führt die Spieler auch an Orte, die für Handygames ungeeignet sind: zum Beispiel die Berliner "Topographie des Terrors", wo sich einst die SS-Zentrale befand oder der Südwestkirchhof in Stahnsdorf, wo Künstler wie Heinrich Zille oder Lovis Corinth begraben sind.

Smartphone mit kaputtem Display (Quelle: imago / blickwinkel)

6. Die berüchtigte "Spider-App"

Bevor es Smartphones gab, waren Handybildschirme klein und recht bruchsicher. Dann wurden die Bildschirme größer und anfälliger für Sprünge. Vielen Smartphone-Nutzern ist das Handy schon einmal aus der Hand gefallen. Sie mussten dann kurz oder lang die "Spider App" auf ihren angeknacksten Displays ertragen. Den Bildschirm auszutauschen, kostet meist um die 100 Euro - oder mehr.

Screenshot eines Facebook-Nutzers mit Runtastic-App (Quelle: facebook.com)

7. Sportliche Angeber mit ihren Fitness-Apps

"Heute 10 Kilometer übers Tempelhofer Feld gelaufen. Woohoo!" Erfolgsmitteilungen aus Fitness-Apps wie Runtastic werden gern auf Facebook geteilt – und machen allen unsportlichen Freunden ein schlechtes Gewissen. Streckenverlauf, Durchschnittsgeschwindigkeit und ihre verbrannten Kalorien könnten die Läufer gerne für sich behalten.

Das "Schlafie" von GZSZ-Darsteller Jörn Schlönvoigt (Quelle: Facebook/ J. Schlönvoigt)

8. Peinliche Selfies von Berliner Promis

Ohne Smartphones wären uns viele peinliche Promi-Selfies erspart geblieben – zum Beispiel das "Schlafie" vom Berliner GZSZ-Darsteller Jörn Schlönvoigt.

Ein iPhone liegt auf einem Tisch (Quelle: rbb)

9. Digital-Detox-Tage im Blankenfelder Forst

Im Durchschnitt schauen Smartphone-Nutzer 88 mal am Tag aufs Handy. Wem das zu viel ist, der kann sich digital entwöhnen – zum Beispiel mithilfe der Berliner Agentur "Offlines". Einen Tag lang ganz ohne "Digital Footprint" durch den Blankenfelder Forst in Berlin-Pankow – sechs Stunden für schlappe 70 Euro.

Coverbild für die Instagram-Ausstellung #Berlin (Quelle: Jeisson Martin / www.instagram.com/jeissonmartin)

10. Hippe Instagram-Ausstellungen

Einen hübschen Filter drauf und schon ist Berlin selbst im Winter nicht mehr so grau. Viele erfolgreiche Instagramer dokumentieren die Hauptstadt auf der Foto-Plattform Instagram und zeigen ihre Bilder sogar in ganz analogen Ausstellungen: zum Beispiel im November 2015 in der Blogfabrik in Berlin-Kreuzberg.

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