Menschen steigen im Berliner Hauptbahnhof in einen ICE ein. (Quelle: mago/Reiner Zensen)

Am Hauptbahnhof ausgebüxt - Dreijähriger fährt allein im Zug von Berlin nach Leipzig

Eine Mutter von vier Jungen wollte im Berliner Hauptbahnhof nur schnell Tickets kaufen. Als sie sich wieder umdrehte, waren die Kinder verschwunden. Am weitesten kam der drei Jahre alte Sohn - mit einem ICE fuhr er bis nach Leipzig.  

Ein drei Jahre alter Junge ist am Montagmittag auf dem Berliner Hauptbahnhof ausgebüxt und dann allein im ICE nach Leipzig gefahren.

Wie die Bundespolizei in Leipzig am Dienstag mitteilte, hatte die Mutter mit ihren vier Jungen im Alter bis sechs Jahre eine Fahrkarte kaufen wollen. Als sie sich am Schalter umdrehte, waren die Jungen allesamt verschwunden. Die völlig aufgelöste Mutter - eine Peruanerin mit italienischem Wohnsitz - habe sich dann bei der Bundespolizei gemeldet, hieß es.

Familie am Nachmittag wieder vereint

Zwei der Ausreißer konnten noch auf dem Bahnhof in Berlin gefunden werden, ein Kind wurde später am Bahnhof Berlin-Südkreuz aufgelesen. Den Dreijährigen hatte bereits während der Fahrt eine Zugbegleiterin entdeckt und bei der Bundespolizei gemeldet.

"Der kleine Junge, der nur Spanisch und Italienisch sprach, verriet keinem seinen Namen und schlief vor lauter Erschöpfung von der aufregenden Reise auf der Dienststelle ein", hieß es. Am Nachmittag war die Familie in Leipzig wieder vereint. Anschließend ging es gemeinsam weiter nach München.

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