Deutscher und polnischer Grenzpfeiler (Quelle: dpa/Stefan Sauer)

Festnahmen in Deutschland und Polen - Erfolgreicher Schlag gegen Autoschieber-Bande

Nach dem Schlag deutscher und polnischer Ermittler gegen einen Autoschieberbande ist gegen fünf Tatverdächtige Haftbefehl erlassen worden. Sie gelten als Kernmitglieder der Bande, wie die Berliner Polizei am Dienstag mitteilte.  

Bereits am 3. Februar hätten die Ermittler die Männer sowie einen weiteren Komplizen in Hoppegarten (Märkisch-Oderland) festgenommen. Nach weiteren Verdächtigen werde noch gefahndet. Die Festnahme sei auf frischer Tat bei der Übergabe eines Wohnmobils erfolgt.

Im Zuge der Festnahme wurden auch die Wohnungen der Männer im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick und in Schönefeld (Dahme-Spreewald) durchsucht. Dabei entdeckten die Ermittler neben vier Tatfahrzeugen auch gefälschte Nummernschilder, Umweltplaketten und Zulassungen.

Deutsche Polizei schätzt Schaden auf bis zu zehn Millionen Euro

Der Auftraggeber, ein Großhehler aus dem Raum Danzig, sei anschließend in Polen ebenfalls festgenommen worden, so die Polizei. Insgesamt soll die Bande aus mindestens 16 Mitgliedern bestehen. 

Die Autoschieber hatten es vor allem auf Oldtimer und Sportwagen abgesehen. 18 gestohlene Fahrzeuge wurden in Polen sichergestellt. Insgesamt sollen die Autoschieber mindestens 45 Wagen gestohlen und ihnen dann in Polen neue Nummernschilder und Papiere verpasst haben.

Die polnische Polizei geht von einem Gesamtwert der Beute von rund zwei Millionen Euro aus. Nach Einschätzung der deutschen Ermittler könnte sich der Schaden sogar auf bis zu zehn Millionen Euro belaufen. Die Bande habe mindestens seit 2013 Beutezüge im gesamten Bundesgebiet unternommen.

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