Ein Polizeiwagen steht am 18.03.2017 in Berlin vor einem Wohnhaus in der Pücklerstraße in Kreuzberg (Quelle: dpa/Paul Zinken)

Opfer wurde umgebracht - Berliner Polizei sucht Verdächtigen nach Leichenfund

Als die Feuerwehr in Berlin-Kreuzberg am Freitag einen Brand löscht, findet sie eine leblose Frau. Doch ihre Verletzungen gehen nicht auf das Feuer zurück. Jetzt wird der mögliche Täter gesucht, der als letzter Begleiter des Opfes identifiziert wurde.

Als Feuerwehrleute am Freitag nach Löscharbeiten in einer Berliner Wohnung die Leiche einer Frau gefunden hatten, schien die Todesursache zunächst klar. Doch die 41-Jährige starb nicht in den Flammen, sondern wurde den Ermittlern zufolge umgebracht. Die Polizei veröffentlichte am Sonntag Fahndungsbilder eines dringend tatverdächtigen Mannes.

Zeugen sahen Verdächtigen vor Ausbruch des Feuers

Er sei als letzter Begleiter der Frau identifiziert worden, hieß es. Zudem hätten Zeugen ihn unmittelbar vor Ausbruch des Feuers aus der Wohnung in Berlin-Kreuzberg fliehen sehen.

Feuerwehrmänner hatten die Frau am Freitagabend nach einem Wohnungsbrand mit Stichwunden leblos aufgefunden. Die Polizei ging deshalb bald von einer sogenannten Verdeckungstat aus. Danach könnte der Mann das Feuer gelegt haben, um Spuren zu beseitigen.

Opfer soll an Schnitt- und Stichverletzungen gestorben sein

Die "B.Z." (Sonntag) berichtete unter Hinweis auf die Obduktion, die 41-Jährige sei an Schnitt- und Stichverletzungen gestorben. Auch Spuren stumpfer Gewalt seien an ihrem Körper gefunden worden. Die Polizei wollte den Bericht nicht bestätigen; bei dem Befund handele es sich um ein internes Papier.

Von dem unbekannten Tatverdächtigen wurden laut Mitteilung Spuren am Tatort gesichert. "Er spricht sehr gutes Englisch und stammt nach eigenen Angaben aus Belgien", erklärten die Ermittler. Am Tattag soll er zeitweise eine Schiebermütze getragen haben.

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