Ein Radfahrer an einer Ampel (Quelle: imago/Eckhard Stengel)
Video: Abendschau | 14.03.2017 | Kerstin Breinig

Berliner Polizei sucht Zeugen - Wieder Frau von Radfahrer mit Flüssigkeit attackiert

In der Nacht zum Dienstag wurde in Berlin erneut eine Frau von einem Radfahrer mit einer Flüssigkeit attackiert. Bei ähnlichen Vorfällen wurden seit Dezember fünf weitere Frauen angegriffen. In vier Fällen handelte es sich bei der Flüssigkeit um ätzende Batteriesäure.

In der Nacht zum Dienstag hat ein Mann in Berlin von einem Fahrrad aus erneut eine Frau mit einer Flüssigkeit angegriffen.

Die 41-Jährige war zu Fuß durch den Stadtteil Prenzlauer Berg gelaufen. "Die Frau war kurz nach Mitternacht auf der Straße Am Friedrichshain unterwegs und hat irgendwann bemerkt, dass hinter ihr ein Fahradfahrer fuhr", sagte Polizeisprecherin Valeska Jakubowski dem rbb. Als er auf gleicher Höhe mit der Frau war und sie sich zu ihm umdrehte, spritzte der Täter eine Flüssigkeit in Richtung ihres Kopfs. "Sie hat sofort instinktiv ihren Schal hochgezogen und wurde glücklicherweise dadurch nicht im Gesicht getroffen", so die Polizistin weiter. Die Flüssigkeit habe lediglich den Schal benässt.

Der Täter flüchtete anschließend unerkannt. Die Flüssigkeit wird nun von Kriminaltechnikern untersucht.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen: Der schwarz bekleidete Mann sei etwa 35 bis 45 Jahre alt, mittelgroß mit kräftiger Statur. Sein Fahrrad habe einen auffälligen Lenker.

Sechs Frauen wurden seit Dezember angegriffen

Bei ähnlichen Vorfällen waren in den vergangenen Monaten fünf Frauen verletzt worden. In vier Fällen handelte es sich bei der Flüssigkeit um Batteriesäure.

Die ersten drei Attacken ereignen sich kurz nacheinander im Dezember in den Pankower Ortsteilen Prenzlauer Berg und Weißensee. Im Januar war wieder eine Frau in Prenzlauer Berg von einem Unbekannten auf dem Rad mit einer ätzenden Substanz angespritzt worden. Zuletzt traf es am 28. Februar eine 27-Jährige im Stadtteil Friedrichshain. Die Frau musste mit schweren Verletzungen am Auge zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Polizei prüft, ob es sich um Serientäter handelt

Die Berliner Polizei hatte Anfang März gemeldet, sie prüfe einen Zusammenhang der bisherigen Säure-Attacken. Denn die Tatsache, dass die Frauen in allen, inzwischen sechs, Fällen im Vorbeifahren von einem Rad aus mit einer Flüssigkeit bespritzt wurden, lege die Vermutung nahe, dass es sich um einen Serientäter handeln könnte. Beweise gibt es dafür aber bisher nicht.

Die Tatorte

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4 Kommentare

  1. 4.

    Ich finde das beängstigend. 3 der Vorfälle ereigneten sich in meiner unmittelbaren Nähe. Dass die Polizei da nur zögerlich von einem Serientäter spricht wundert mich. Ist das nicht deutlich?

    Schade, dass sie den Artikel nicht nutzen uns mitzuteilen wo man sich hinwenden kann, wenn man Hinweise geben kann: "Zeugen melden sich bitte telefonisch bei der Polizei-Direktion 1 unter (030) 4664 173 315 – oder bei jeder anderen Polizeidienststelle."

  2. 3.

    Nein, diese Aussage ist im Angesicht der verletzten Frauen VOLLKOMMEN deplatziert. Nicht solchen Idioten und Straftätern ist es zu verdanken, dass Radfahrer einen schlechten Stand (bei Autofahrern) haben, sondern die Tatsache, dass sich immer weniger Radfahrer an die einfachsten Verkehrsregeln halten. Sie überfahren rote Ampeln, schneiden und behindern Fußgänger, nutzen die Radwege nicht oder fahren entgegen der Fahrtrichtung (nur um einige Dinge zu nennen). Selbst Radfahrer, wie? Ja, die bösen Autofahrer. Ich weiß...
    Ihr letzte Aussage unterstütze ich dennoch voll und ganz.

  3. 2.

    Schwachsinn. Das ist so Logik, die sich auch diese Partei in Blau bedient. Autofahrer mögen keine Radfahrer, weil es einen Kriminellen aufm Rad gibt, der scheinbar keine Frauen mag. Ähhh...?

  4. 1.

    Solchen Idioten wie diesem "Radfahrer", ist es zu verdanken das Radfahrer bei so einigen Leuten alles andere als beliebt sind. Hoffentlich wird der bald endlich gefasst und kommt in eine Psychiatrie, der einzige Ort für solche Leute.

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