Symbolbild: Ein bellender Schäferhund (Quelle: imago/Chromorange

Zwischenfall bei Neuruppin - Diensthund fügt Polizistin schwere Verletzungen zu

Ein Schäferhund hat eine Brandenburger Polizistin auf einem Trainingsplatz angegriffen und schwer verletzt. Die Polizei ermittelt jetzt, was genau vorgefallen ist - dann wird entschieden, was mit dem Tier passiert.

Während des Trainings mit Diensthunden ist eine Polizistin in Kränzlin bei Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) schwer verletzt worden. Wie eine Polizeisprecherin der Direktion Nord rbb|24 am Donnerstag sagte, ereignete sich der Zwischenfall bereits am Mittwoch. Die Polizistin sei von dem Tier, einem Schäferhund, mehrere Male schwer gebissen worden, so dass sie mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren und notoperiert werden musste.

Den Angaben zufolge war die Beamtin am Mittwoch mit einer Kollegin auf den Übungsplatz gefahren. Bisherigen Erkenntnissen zufolge, habe es sich um ein normales Training gehandelt, als der Hund plötzlich zubiss. "Wie es genau dazu kam, wissen wir im Augenblick noch nicht", sagte die Sprecherin. Der Vorfall werde nun aber genau untersucht.

Schäferhund wurde zunächst in eine Tierpension gebracht

Die andere Polizistin habe einen Schock erlitten und sei ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden. Sie konnte ihrer Kollegin aber noch erste Hilfe leisten. Bereits am Mittwoch habe sie das Krankenhaus wieder verlassen können, hieß es.

Zuvor hatte sie den Hund wieder beruhigen und ins Hundeabteil eines Dienstwagens einschließen können. Das Tier sei dann in eine Tierpension gebracht worden. Noch sei offen, "wie es mit dem Tier weitergeht", sagte die Polizeisprecherin. Zunächst müsse der genaue Hergang ermittelt werden.

Sendung: rbb aktuell, 18.05.2017, 17 Uhr

Kommentar

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9 Kommentare

  1. 9.

    Kann immer passieren..........
    es ist oft in der Hektik das man eine falsche Bewegung macht und der Hund es halt falsch deutet.
    Trotzdem gute Besserung für die Polizistin und ich hoffe das die Dienst Hund auch wieder schnell ihre Dienst aufnehmen kann.
    Wenn die Hündin nicht mehr den Dienst antreten darf möchte ich sie gern aufnehmen.

  2. 8.

    Geradezu absurd, wie hier schon geurteilt wird ("Die Hundeführerin war schuld!!!!", "Hund = lieb, Mensch = dumm/böse"), obwohl keiner von Ihnen dabei war. Dieses unmündige "Emotionalität vs. Fakten"... gruselig. Und wenn der Hund doch "eine Meise hat" (wieso glauben eigentlich viele offenbar, das gäbe es nur bei Menschen, alle Tiere hingegen seien quasi gesunde, liebe kleine Engel?) und als nächstes ein Kind totbeißt, dann will es wieder keiner vorhergesehen haben.
    Habe das Gefühl, einige machen sich hier schon jetzt ins Hemd. Im Artikel steht mehrfach, dass jetzt ermittelt wird, was vorgefallen ist, und DANACH entschieden wird, was passiert. Absolut korrektes Verhalten. Erst die Fakten kennen, danach urteilen. Sollte der Hund nicht als allgemeingefährlich durchgehen, wird ihm nichts passieren. Darüber werden Leute entscheiden, die sich mit Hunden auskennen - die Hundeausbildung bei der Polizei wird nicht von Hinz und Kunz durchgeführt.
    P.S. Kein Hundehasser. Habe selbst einen Hund.

  3. 7.

    Typisch Behörde. Zuerst wird der Hund scharf gemacht und wenn dann durch ein eventuelles Fehlverhalten des Hundeführers zugebissen wird, will man ihn gleich töten. Hätte der Hund dagegen ebenso schnell bei einem Bürger zugebissen, wäre das sicherlich etwas ganz, ganz anderes gewesen ...

  4. 6.

    Mein Hund hat mich auch gebissen, was in einer OP an der Hand endete - es war mein Fehler, ich gab ihn nicht weg und er durfte 18 Jahre und 4 Monte alt werden, bis er erlöst werden musste - ich vermisse ihn bis heute noch...
    Der Diensthund wird ebenfalls aus einem bestimmten, noch zu ermittelnden Grund zugebissen haben - dies rechtfertigt zwar die vorläufige Entfernung aus dem Diensthundebetrieb, aber in keinem Fall seine Einschläferung als letzte Konsequenz - das wäre ein Freibrief, Diensthunde, die ihre ganze Existenz ihrem(r) Diensthundeführer/in ausschließlich geben und völlig selbstlos für diesen einstehen, sinnlos zu töten..... der Grund muss und wird gefunden werden und ich würde vermuten, dass es auch ein Fehler des Menschen gewesen sein könnte, der dazu führte.
    Gute Besserung allen Beteiligten und auf ein langes Leben für den Hund.
    B.t.w.: das Bild ist reißerisch und nicht angebracht - kann man nicht ein Bild eines nicht zähnefletschenden Hundes abbilden?

  5. 5.

    Begeht ein sogenannter Mensch eine schlimme Tat, verletzt er andere schwer oder tötet sie gar, wird er oft zu einer absurd milden Strafe verurteilt. Doch ein Tier, das sich in keiner Weise erklären oder rechtfertigen kann, wird kurzerhand umgebracht? Das ist sehr ungerecht. KEIN Leben sollte leichtfertig beendet werden! Die verletzte Polizistin tut mir leid und ich wünsche ihr gute Besserung. Doch alle Außenstehenden sollten vernünftig und maßvoll reagieren.

  6. 3.

    Ein Hund kann auch mal fehler machen wie wir menschen oder krank sein deswegen kann man ihn nicht gleich einschläfern was ich denke das die dann vorhaben das wäre ungerecht es ist immer hin ein Tier

  7. 2.

    Evtl. Hat der Hund Zahnschmerzen oder ist einfach krank Tiere können nicht sprechen man muss ihre Körpersprache verstehen. Bitte der Hund kann nichts dafür. Bitte lassen Sie ihn am Leben nicht einschläfern. Es gab bestimmt für seine reagtion einen Grund.

  8. 1.

    Vielleicht war es eine böse Polizistin und der Hund hat einfach seinen Job gemacht - böse Menschen ruhig zustellen?

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