Screenshot eines Tweets bei Twitter von Shahak Shapira zu #bosbachleavingthings (Quelle: Shahak Shapira/twitter.com)

#bosbachleavingthings amüsiert das Netz - Bosbach verlässt das Berghain nach Maischberger-Eklat

Vorzeitig und nicht gerade amüsiert stürmte Wolfgang Bosbach aus einer hitzigen Diskussion in der Talkshow "Maischberger". Umso amüsierter zeigt sich das Netz kurz darauf: Auf Twitter ruft der Berliner Shahak Shapira zum Photoshop-Battle auf.

Zahlreiche Verletzte, geplünderte Geschäfte und brennende Autos – schwere Krawalle hatten den G20-Gipfel am vergangenen Wochenende in Hamburg begleitet. Wie es dazu kommen konnte, darüber streiten noch immer Politik und Polizei – unter anderem in der Talkshow "Maischberger" am Mittwochabend.

Dort diskutierten in dieser Woche unter anderem der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach und die ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth. Wenig verwunderlich dabei: Die beiden Kontrahenten waren gemäß ihrer politischen Gesinnung unterschiedlicher Ansichten. Die beiden Talkshowgäste gerieten während der Sendung jedoch so heftig aneinander, dass Bosbach schließlich das Fernsehstudio vorzeitig verließ.

"Mimosenhaft" versus "unerträglich"

Schon zuvor war der CDU-Politiker aufbrausend geworden und fuhr Moderatorin Sandra Maischberger an. Jutta Ditfurth dürfe so lange reden wie sie will, das ginge nicht. Wenn er jetzt nicht zu Ende reden dürfe, drohte er, würde er gehen.

Als "unerträglich" bezeichnet er sie; als "mimosenhaft" sie ihn. Maischberger versucht noch zu intervenieren ("Sie sind nicht auf einer Demonstration, sondern in einer Talkshow"), aber 15 Minuten vorm Abspann war es dann schließlich soweit: Nachdem Ditfurth sich noch in eine Diskussion zwischen dem Linken-Politiker Jan van Aken und Hauptkommissar Joachim Lenders einmischt, legt Bosbach Tonkabel und Mikrofon ab und hastet aus dem Studio.

Bosbach verlässt das Berghain

Für Spott und Erheiterung sorgt Bosbachs Abgang wenig später bei Twitter. Der Berliner Autor und Satiriker Shahak Shapira etabliert kurzerhand den Hashtag #bosbachleavingthings - samt dazugehöriger PNG-Bild-Vorlage. Und das Netz photoshoppt seither was das Zeug hält.

Shapira legt zunächst vor und präsentiert gleich eine ganze Kollektion unter der Überschrift #bosbachleavingthings

Zur weiteren Inspiration setzt der Berliner noch einen drauf: Bosbach verlässt das Berghain. Offen bleibt nur, wer ihn reingelassen hat.

Die Vorlage twittert Shapira ebenfalls, um den Twitter-Usern die Arbeit etwas zu erleichtern:

Diese Szene muss sich bereits vor längerer Zeit abgespielt haben: Bosbach verlässt Ost-Berlin.

Passend zum "Drama" in der Talkshow ist Bosbach auch neben "Germany's next Topmodel"-Juror Bruce Darnell unterwegs:

… und auf der Abbey Road 

Kommentar

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11 Kommentare

  1. 11.

    Ja, ganz große Hochachtung vor Herrn Bosbach: Bestreitet mit zwei anderen Platzhirschen und Alphamännchen (Herrn Jörges, der meint, sowieso immer alles besser zu wissen und am liebsten sich selbst reden hört, und diesem CDU-Polizisten, der sich benimmt, als käme er aus dem Kaiserreich und jegliche Kritik an der Polizei für Gotteslästerung hält) die Quasselrunde weitgehend allein, wartet lange, weil er für seinen theatralischen Abgang natürlich möglichst wenig Bildschirmpräsenz opfern möchte, und rauscht dann ab, ohne daß es einen konkreten Anlaß gegeben hätte. Denn dummerweise gehörte Frau Ditfurth zu den wenigen in dieser Runde, die nicht dauernd andere unterbrochen oder gar angeschnauzt haben wie dieser rechte Gewerkschaftler. Im Gegenteil hat sie - für mich erstaunlich - ruhig gesprochen und sich zurückgehalten. Das, was sie sagte, für Unfug zu halten, steht jedem frei, ebenso wie es ihr freisteht, Unfug zu reden. Noch entscheiden über derlei zum Glück nicht CDU oder Polizei.


  2. 10.

    verfolgt man gelegentlich diese " Talk Shows " - denn eine Show sind die ja allemal - kommt man nicht umhin festzustellen,
    dass der Erkenntnisgewinn für den Zuschauer fast null ist. Ständiges Inswortfallen ist die Regel, andere niederzureden ebenfalls, duchreinanderreden ist ebenfalls gängige Praxis. Und das Wort mitten im Satz durch die Moderation abzuschneiden ist eine immer wiederkehrende Praxis. Möchte man dort wirklich eine Aussage machen, ist man dort fehl am Platz, das sollte aber auch dem Politrecken Bosbach bekannt sein, was wohl auch zutrifft. Er hat es trotzdem mal wieder versucht.

  3. 9.

    Herr Bosbach ist einer der ganz wenigen aufrechten und anständigen Politiker, die noch in der lupenreinen Demokratie gibt. Die meisten sind nur noch Lachnummer ohne Rückgrat.

  4. 8.

    Bosbach ist Politiker, verdient eine Menge Geld, er soll sich gefälligst allen Kontrahenten stellen.
    Wie ein kleines Pippimädchen abzuhauen ist ein Armutszeugnis von ihm.

  5. 7.

    hey, super Aktion und ich möchte wetten, Herr B. hat gegrinst, als er bemerkte, was er alles schon stürmisch verlassen hat :-) danke für die inspirierenden Fotomontagen rüber zum twitter! Und danke, dass der rbb das hier bekannt macht - ich hätte es sonst wohl verpasst.

    Bei allem Mist darf man das Augenzwinkern nicht vergessen ;-)

  6. 6.

    Die Talkshow war äußerst hilfreich wie ich finde - zeigte sie doch anschaulich in Form von Frau Ditfurth das neue häßliche linke Gesicht, welches die politische Speerspitze der linksradikalen G20-Chaoten ist und und denen ein linkes politisches Alibi gibt. Insofern @Herrn Bosbach, alles richtig gemacht !

  7. 5.

    @klaus, ein ganz schwacher Beitrag von Ihnen,vor allem scheinheilig.
    Herr Bosbach hätte diese Runde viel eher verlassen sollen. Mit einer linksradikalen Ditfurt,die nur am provozieren war, und ernsthaft behauptet, die Polizei hätte Schuld an den Ausschreitungen in HH ist eine Diskussion nicht möglich. Leider hat Frau Maischberger die Talkshow nicht im Griff. Hochachtung vor Herrn Bosbach,der das einzige richtige gemacht hat.

  8. 3.

    ... schwaches Vorstellung, Herr Bosbach. Politik ist im Wesentlichen: miteinander reden. Besonders dann, wenn man stark unterschiedliche Meinungen hat, und auch wenn man sich nicht leiden kann. Wenn Sie nicht reden wollen, was wollen Sie dann?

  9. 2.

    Ja heute muss man sich es gefallen lassen im Internet fertig gemacht zu werden, leider. Aber dass hier gebührenfinanzierte Journalisten des RBB dies hier so einseitig verstärken ist wirklich das Allerletzte und hat mit einem bestimmte Ereignisse reflektierenden Journalismus nichts mehr zu tun sondern ist eine einseitige Meinungsmache und Verhöhnung einer Person, in diesem Fall von Herrn Bosbach ! Was für einen politisch einseitig und armseligen Charakter sie doch haben liebe Schreiberlinge ! Aber wenn es gegen Journalisten geht, dann ist man immer sehr empört ! Alles dann immer nur Meinungsäußerung. Ich nenne es hier politisch einseitige Hetze ! Sie nutzen ihre Möglichkeit aus ihre Ergüsse öffentlich zu machen. Unterirdisch und dumm, das ist es !

  10. 1.

    Ich verstehe Herrn Bosbach gut. Mit einer Ditfurth muss man sich sicherlich nicht mehr auseinander setzen. Die Frau ist von sich und ihren Ideologien so überzeugt, dass eine Diskussion mit ihr unmöglich ist, war früher schon so.

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