Platzregen in einem Straßenrestaurant am Hackeschen Markt (Quelle: blickwinkel)

Ein Fünftel Umsatz weniger - Berliner Biergärten leiden unter Regensommer

Der durchwachsene Sommer mit viel Regen hat den Biergärten und Straßencafés in Berlin das Geschäft verdorben. Im Vergleich zur Saison des Vorjahres habe es bislang Umsatzeinbußen von rund 20 Prozent gegeben, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin, Thomas Lengfelder, der Deutschen Presse-Agentur.

Für die Außengastronomie seien April und Mai wichtige Auftaktmonate, in denen das erste Geld hereinkomme. In diesem Jahr sei es aber "leider sehr schlecht" losgegangen und auch später nicht viel besser geworden. Außer an Christi Himmelfahrt und an Pfingsten seien alle Feiertage in der Region verregnet gewesen.

Insgesamt wird am Ende wohl kein schlechtes Jahr

Nicht nur die Perioden mit langem, starken Dauerregen, sondern auch die Tage mit Schauern zwischendurch hätten den Biergartenbetreibern zu schaffen gemacht. "Dann sind die Gäste weg, und andere kommen den Rest des Tages nicht mehr", sagte Lengfelder.

In der wetterabhängigen Gastronomie müssten die Arbeitgeber die Festangestellten natürlich auch dann bezahlen, wenn die Gäste ausblieben. Dadurch erhöhe sich der Anteil der Personalkosten. "Und die Aushilfskräfte stehen auch nicht auf Abruf parat", fügte der Hauptgeschäftsführer hinzu. Die suchten sich andere Jobs, wenn der Verdienst im Restaurant oder Café zu gering oder zu schwankend sei.

Für die Gastronomie der Metropole insgesamt wird aber am Ende wohl kein schlechtes Jahr herauskommen. Denn die Erfahrung lehre, dass die Gäste, die in den Biergärten fehlten, dann anderswo drinnen speisten und tränken, sagte der Verbandsgeschäftsführer. Das gelte vor allem für die Touristen in der Stadt.

Sendung: Inforadio, 13.08.2017, 09.15 Uhr

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1 Kommentare

  1. 1.

    Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Über einen weniger verregneten Sommer hätte ich zwar mich zwar auch gefreut, als Anwohner eines Partykiezes bin ich jedoch jeder verregneten Nacht dankbar, denn sie beschert mir erholsameren Schlaf. Das die Branche insgesamt dabei nicht untergeht, sagt der DEHOGA Vorsitzende ja selbst. Würden im Gastgewerbe die Arbeitsbedingungen besser sein, gäbe es auch weniger Personalprobleme. Im Branchenvergleich rangiert es bei den Gehältern im untersten Bereich, also nicht jammern! https://www.compensation-partner.de/downloads/Branchenindex-2017-compensation-partner.pdf

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