Unfallort in Cottbus (Quelle: Privat)
Video: Brandenburg aktuell | 11.08.2017 | Torsten Mandalka

Tod der ägyptischen Studentin in Cottbus - Zeugen: Wagen beschleunigte vor dem Aufprall

Eine ägyptische Studentin wird in Cottbus von einem Auto erfasst und stirbt später an ihren Verletzungen. Nun gibt es Zeugen, die dem rbb sagen, dass der Unfallwagen vor dem Aufprall beschleunigt habe. Von Sylvia Belka-Lorenz, Adrian Bartocha, Torsten Mandalka

Ein lautes Motorengeräusch, ein Knall – so beschreiben Zeugen den Augenblick, der die 22-jährige Shaden M. das Leben kostete. In der Nacht von Karfreitag auf den Ostersamstag wurde die ägyptische Gaststudentin von einem Auto erfasst – direkt am zentralen Berliner Platz im Cottbusser Stadtzentrum. Das schockierende an diesem Fall: Als sie sterbend auf der Straße lag, sollen sie und ihre Begleiter auch noch fremdenfeindlich beschimpft worden sein. Nach den Vorfällen hatte die ägyptische Heimatuniversität ihre Studenten aus Cottbus abgezogen. Viele Fragen sind noch offen – sowohl zu den polizeilichen Ermittlungen, als auch zu den rassistischen Pöbeleien und zum Unfallhergang.

Nach drei Tagen an schweren Verletzungen gestorben

Drei Tage lang lag Shaden M. mit schweren Kopfverletzungen auf der Intensivstation des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus. Dann hatten die Ärzte den Kampf um das Leben der jungen Frau verloren und schalteten die lebenserhaltenden Geräte ab. Ihre Verletzungen waren derart schwer, dass man sich fragen muss: Wie konnte es in einer Tempo-30-Zone auf einer sehr engen Fahrbahn neben einer Straßenbahnhaltestelle zu so einem Crash kommen? Die Lokalzeitung berichtete: Eine "ausgelassene Nacht mit Freunden" habe an diesem Karfreitag ein "tragisches Ende" gefunden. In einer Pressemitteilung der Polizei hieß es, die junge Frau habe plötzlich aus einer Personengruppe heraus die Fahrbahn betreten. Ein Staatsanwalt wird ebenfalls in der Zeitung mit der Aussage zitiert, der Autofahrer habe den Unfall nicht verhindern können.

Fahrer soll beschleunigt haben

Doch stimmt das alles wirklich so? Mehrere Zeugen, die an dem Abend dabei waren, schildern die Abläufe anders. Von einer "ausgelassenen Nacht" habe keine Rede sein können, berichten zwei ägyptische Studenten, die Shaden an jenem Abend begleiteten.

Man habe zwar einen Geburtstag begangen, die Gruppe sei aber nur ziellos durch die Stadt gewandert. Einen geeigneten Ort zum Feiern habe man gar nicht gefunden. Den Unfall selbst schildert Momen Nabil, einer der Studenten, schließlich so: "Wir hörten plötzlich hinter uns ein Auto beschleunigen. Es beschleunigte immer mehr. Shaden ging uns voraus. Der Wagen traf sie heftig. Sie landete auf dem Bürgersteig bei der Straßenbahnhaltestelle, und der Fahrer fuhr einfach weiter, ohne seine Geschwindigkeit zu verringern." Sein Freund Youssef Salah bestätigt diese Aussage: "Er beschleunigte immer mehr. Die Straße war nicht so breit, dass es lange gedauert hätte, sie zu überqueren. Und dann traf er sie."

Unabhängiger Zeuge bestätigt hohe Geschwindigkeit

An diesem Abend war noch ein Zeuge vor Ort - einer, der nicht zur Gruppe gehörte. Er befürchtet, von Ausländerfeinden in Cottbus bedroht zu werden, und will deswegen nicht erkannt werden. Doch auch er will die extrem hohe Geschwindigkeit des Unfallfahrzeugs bemerkt haben, die er auf 60 bis 70 Stundenkilometer schätzt. Auf die Frage, wie er zu dieser Einschätzung kommt, verweist er auf den lauten Knall des Zusammenstoßes, und darauf, dass er das Fahrzeug dann mit hoher Geschwindigkeit habe weiter fahren sehen: "Ich weiß dann noch, dass jemand mit einem Schuh des Unfallopfers kam, und meinte, dass der auf die andere Straßenseite geflogen ist. Ich glaube, so was kann bei dreißig nicht passieren."

Die Insassen des Unfallautos sollen nach dem Crash zu Fuß zum Unfallort zurückgekommen sein. Dass einer von ihnen dann auch noch angefangen haben soll, auf Ausländer zu schimpfen, will der Zeuge direkt mitbekommen haben. Noch am gleichen Abend hat er über den Nachrichtendienst WhatsApp eine Sprachnachricht an seine Freunde geschickt, in der er sagt: "Die Leute, die im Auto saßen, haben überhaupt keine Einsicht gezeigt. Sie haben gelacht und Sachen gesagt, wie: 'Ja, die müssen halt gucken, die haben ja da zu Hause keine Straßen. Und die sollen sich in ihr Scheiß-Land verpissen…' und so was. So ne Sprüche rausgehauen, obwohl die grad ein Mädchen vielleicht tot gefahren haben."

Fremdenfeindliche Äußerungen in Anwesenheit der Polizei?

Diese Pöbeleien – da ist sich der Zeuge sicher – müssen auch die Polizeibeamten registriert haben, die versuchten, den Unfallort zu sichern. Die Äußerungen seien so laut gewesen, dass sie eigentlich nicht zu überhören gewesen seien. Einer der Polizisten soll dann immer wieder gesagt haben: "Wir müssen jetzt hier den Unfall aufnehmen, und unsere Arbeit machen. Alles andere ist egal."

Der Vorgang wird erst öffentlich, als eine junge Frau dazu ein Flugblatt veröffentlicht, in dem sie schreibt: "Das war eine der entsetzlichsten Situationen in meinem Leben", und die Presse das aufgreift. Erst zu diesem Zeitpunkt beginnt die Staatsanwaltschaft auch wegen Beleidigung und Volksverhetzung zu ermitteln. Deren Sprecherin bestätigt, von diesen Vorgängen erst aus der Zeitung erfahren zu haben. Sie bestätigt auch, dass inzwischen ein Anfangsverdacht gegen einen der Auto-Insassen vorliegt.

Es bleiben viele offene Fragen. Auch zum genauen Unfallhergang. Shadens Freunde hätten gerne Antworten: "Wir versuchen einfach nur herauszufinden", sagt Momen Nabil, "was passiert ist und warum. Wir hoffen, dass wir dabei helfen können, die Situation zu klären und die Wahrheit zu finden." In Cottbus heißt es: "Die Ermittlungen dauern an." In zwei bis drei Monaten etwa will die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob Anklage erhoben wird.

Beitrag von Sylvia Belka-Lorenz, Adrian Bartocha, Torsten Mandalka – Redaktion Investigatives & Hintergrund

Kommentar

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30 Kommentare

  1. 30.

    Vielleicht war es eine typische Autoposer-Geschichte. 20-jähriger Macho-Angeber sieht Publikum am Straßenrand, besonders interessant ist eine junge hübsche Dame als Publikum.
    Der Macho-Angeber muß dann natürlich zwanghaft aufs Gas latschen um zu zeigen wie toll er beschleunigen kann, wie laut und stark sein Auto ist. Dieses in psychischen Störungen begründete Verhalten kann man jeden Tag hundertfach in allen deutschen Städten beobachten. Todesfälle und Schwerverletzte gibt es als Folge manchmal auch.

  2. 29.

    Pauschalbeurteilungen eines Ereignisses helfen im Regelfall nicht zielführend weiter. Genauso wenig hilfreich sind gedankliche, persönliche Querverbindungen zu anderen erlebten, eventuell ähnlichen Vorkommnissen. Fazit: Die von mir gemachten realen Erfahrungen belegen, dass staatliche Kräfte (egal ob landes- oder bundesrelevante Institutonen) überwiegend in Ostdeutschland fremdenpolitische (ich schreibe nicht rechtsextreme)Straftaten "zurückhaltender" beurteilen, als es aus meiner Sicht geboten wäre. Wünschen wir gemeinsam, dass die Wahrheit über diesen schrecklichen Unfall, der mit demTod eines jungen Menschen endete, rückhaltlos aufgeklärt wird.

  3. 28.

    Das ist ja das Schreckliche: Dass in Ostdeutschland nicht nur ein recht hoher Bodensatz an Menschenverächtern, zu jeder Gewalt bereit, existiert - sondern weite Teile von Politik, Polizei und Justiz dieses Pack schützt und alles tut, um Aufklärung zu verhindern. Hätten wir das geahnt, als wir 1989 die Trabbis beklatscht haben...

  4. 27.

    Dieser Vorfall zeigt mal wieder das wahre Gesicht von Cottbus und seinen Bürgern. Ich selbst habe 4Jahre an der BTU studiert und dort gelebt und habe bereits von dem Vorfall gehört bevor er publik wurde. Ich bin mir sicher dass dieser "Unfall" rassistisch motiviert war. Auch ich habe einen Migrationshintergrund und wurde in der Innenstadt von Cottbus mehrmals über Jahre hinweg rassistich angepöbelt "...Wechsel die Straßenseite..."etc. Und war damit nicht die einzige von meinen Kommilitonen. Die Polizei in Cottbus interessiert sich einen Dreck für rassistisch motivierte Taten, da sie selbst so agiert. Ich bin gebürtige Berlinerin und kann froh sein, dass es hier nicht so braun versifft ist wie in Cottbus. Mein Beileid an Familie und Freunde von Shaden.

  5. 25.

    Wären die Verletzungen auch bei 30 Km/h tödlich gewesen, und muss einem schwerverletzten Menschen derart menschenrechtsverachtende Diskriminierung zugefügt werden? Offenbar haben einige Beteiligte den Wert des Lebens noch nicht am eigenen Leib erfahren. Zwei Artikel der Märkischen Onlinezeitung geben weiteren Aufschluss über das Geschehene http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1569801 und http://www.moz.de/details/dg/0/1/1595794/

  6. 24.

    Die Staatsanwaltschaft hat mitgeteilt, dass laut Gutachten ".... der Fahrer ... den Unfall auch bei Tempo 30 nicht hätte verhindern können." Das heißt doch, er hat ihn nicht verursacht. Es wird nicht klärbar sein, ob und warum die Studentin eigenständig plötzlich auf die Fahrbahn trat. Die "Zeugen" zur "Volksverhetzung" können gar nicht mehr anders wegen den politische und medial geschaffenen "Fakten".

  7. 23.

    Mir scheint der rbb ist nach 17:45 - nickt ab. Es gibt hier und da Themen so viele Antworten und Fragen. Schnarch!

  8. 22.

    Das ist kein "unglaublichen Ereignis". Ich habe vor Jahren an der BTU studiert, da ich einen "Migrationsvordergrund" habe, begrüßte mich die Mitarbeiterin des Immatrikulationsbüros mit einem herzlichen: "Ausländische Studenten müssen nach nebenan!", woraufhin ich ihr erklärte, dass man nicht weiß, blond und blauäugig sein muss um ein "echter Deutscher" zu sein.
    Ich pendelte zwischen Berlin und Cottbus und wurde in der Cottbusser Innenstadt regelmäßig, rassistisch bepöbelt, einmal sogar in der Straßenbahn von einem Kind bespuckt.
    Die Vermutung dass ausländische Studenten, Migranten, Postmigranten,...... gezielt angegriffen und ihr Tod billigend in Kauf genommen wird, ist leider nicht unglaublich.

  9. 21.

    "Der Staatsschutz in Deutschland wird dann aktiv, wenn eine Straftat einen politischen Hintergrund hat, also wenn sie sich gegen den deutschen Staat an sich oder gegen Entscheidungen der Regierung richtet. Das Spektrum der Delikte, bei denen der Staatsschutz ermittelt, ist breit – es reicht von terroristischen Angriffen über die Nutzung von Zeichen, die mit dem Nationalsozialismus verbunden sind bis hin zu Unbefugten auf dem Grundstück von Til Schweiger. " Letzterer hatte sich für die Aufnahme von Geflüchteten stark gemacht. Hier reichte die Vermutung eines Zusammenhangs zwischen Schweigers öffentlicher Haltung und der Straftat.

    Quelle: https://anwaltauskunft.de/magazin/gesellschaft/strafrecht-polizei/1143/wann-ermittelt-der-staatsschutz/

  10. 20.

    Was soll man von dieser gegend auch anderes erwarten, die Aussagen der Zeugen stimmen 100%.
    Und immer wieder merkwürdig ist auch zu sehen wie der gesamte Staatapparat in Cottbus zusammen arbeitet um die Geschichte zu vertuschen, für Deutsche verhältnisse ist das einfach nur beschämend.

  11. 19.

    Ein Mensch liegt im sterben und Ausländerfeinde "klatschen" Beifall. Leider sehr glaubhaft in bestimmten Gegenden in Deutschland. Diese Nationalextremisten sind einfach nur widerlich.

  12. 18.

    Begeben Sie sich in Behandlung,lassen Sie sich helfen.Auch um Ihre Phantasien von verchromten Muffen und aufgerissenen Ärschen überprüfen zu lassen.

  13. 17.

    Wieso soll den der Staatsschutz, eine Abteilung der Polizei, übernehmen. Weil ein anonymer Zeuge etwas gegenüber dem RBB ausgesagt hat das der Fahrer/Beifahrer fremdenfeindliche Aussagen gemacht haben sollen?
    Und sollte sich heraustellen das der Fahrer vorsätzlich gehandelt hat übernimmt eine andere Abteilung der Polizei , eine Mordkomissionden, den Fall.

  14. 16.

    Seriöser Jornalismus ist das nicht. Eine anonyme Person behauptet gegenüber einem TV Sender rassistische Parolen gehört zu haben. Eine Meldung wäre es wert wenn ein Zeuge gegenüber der Polizei solch eine Aussage gemacht hätte.

    Und ein anderer Zeuge behauptet am Aufprallgeräusch gehört zu haben das der Wagen 60 - 70 Kmh gefahren ist. Menschen können noch nicht mal die Geschwindigkeit eines PKW mit dem Auge erkennen.Und wie oft hat derZZeuge so ein Geräusch gehört das er das so genau einschätzen kann.

    Und weil der PKW beschleunigt hat ist eine vorläufige Theorie der Polizei das es sich um einen Unfall handeln könnte falsch. Es hat schon sehr viele ähnliche Unfälle gegeben, wenn Fahrer einen Herzinfakt, Unteezuckerung oder einen epileptischen Anfall hatte.

    Da bei dem Unfall leider ein Mensch getötet wurde, wird die Polizei und Staatsanwaltschaft ausführlich ermitteln, den PKW untersuchen, namentlich bekannte Zeugen, den Fahrer und Beifahrer befragen

  15. 15.

    Hallo RBB,

    sind diese Zeugenaussagen neu oder lagen sie schon länger den ermittelnden Behörden vor?
    Wenn das neue Fakten sind, gehe ich davon aus, dass Sie vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft kooperieren
    und die Zeugen gegenüber der Staatsanwaltschaft benennen werden (falls noch nicht geschehen).
    Sie würden damit einen wichtigen Beitrag leisten.

  16. 14.

    Da hat noch gefehlt: "Die Zeugenaussagen sind ein Hinweis, den wir für berichtenswert halten, aber NOCH KEIN BEWEIS." War ein Versehen.

  17. 13.

    Die Zeugenaussagen sind natürlich absolut berichtenswert. Dass Zeugenaussagen grundsätzlich eine Subjektivitätsproblematik haben ist allgemein bekannt. Zusammen mit klassischen sowie kriminaltechnischen, unfallanalytischen Ermittlungen wird man der Wahrheit näher kommen.

    Dass es wirklich ein ausländerfeindlicher vorsätzlicher Angriff war, erscheint mir nicht unmöglich aber schon außergewöhnlich. Auch weil die Studentin in dem Fall schon von weitem als ausländische / arabische / muslimische Person identitfiziert hätte werden müssen. Und da Shaden M. veröffentlichten Fotos nach modisch gekleidet und von westlichem Erscheinungsbild war, ihre langen Haare ohne Abgrenzungssymbole wie Hidschab & Co. offen trug sowie keine dunkle Hautfarbe hatte, ist sie von Weitem eigentlich nicht von einer dunkelhaarigen Urdeutschen zu unterscheiden.

  18. 12.

    Es haben bereits mehrere Zeugen ausgesagt das die Mitfahrer des Unfallverursachers das Unfallopfer rassistisch beleidigt haben. Hier wird also seitens des rbb nichts herbeigeschrieben.

    Wenn jemand einen Menschen aufgrund seiner Hautfarbe oder Ethnie beleidigt, verfügt er über einen rassistischen, bzw. rechtsextremen Hintergrund. Tut er dies auch noch nachdem er die Person gerade angefahren hat, bewegt er sich mit Schallgeschwindigkeit in Richtung Soziopathie.

    Ich empfehle als Lektüre das Grundgesetz in Verbindung mit § 130 StGB.

  19. 11.

    Kein Problem. Es ist uns wirklich nicht dran gelegen, vorschnelle Schlüsse zu ziehen - die weiteren Ermittlungen und Gutachten werden genau zeigen müssen, wie der Unfall passiert ist. Die Zeugenaussagen sind ein Hinweis, den wir für berichtenswert halten, aber

    Der Fall hat internationales Medieninteresse hervorgerufen, deshalb hat er viele auch außerhalb unserer Berichtsregion interessiert - wir bleiben deshalb dran.

  20. 10.

    Zitat:
    "Aber warum meinen Sie, dass man einen rechtsextremen Fall herbeischreiben will? Es gibt "ausreichend" solcher Fälle, über man schreiben könnte."

    Und daraus folgern Sie dann, dass es hier auch so gewesen sein muss?

  21. 9.

    Berichten ist in Ordnung. Aber man muss vorsichtig sein, dass man die Zeugenaussagen nicht so rüber bringt, dass es den Eindruck erweckt, dass selbige die Warhheit über das Unfallgeschehen ausdrückt.

    Vielleicht habe ich das zu Unrecht so aufgefasst. Dann bitte ich um Entschuldigung.

    Der verstorbene Tagesthemenmoderator, dessen Name mir jetzt gerade nicht einfällt, sagte mal sinngemäß:
    "Man darf sich niemals zum Beteiligten einer Sache machen, nicht mal seiner eigenen."

    Man hat schon den Eindruck, dass Erwartungshaltungen von Jourmalisten in manche Beiträge einfließen, auch wenn das nicht gewollt sein sollte.

    Und ich habe übrigens nicht gesagt, dass es kein rechtsextremer Vorfall ist.
    Ich wende mich lediglich dagegen, dass schon mal geschossen wird, ohne dass die Sache aufgeklärt ist.

  22. 8.

    Ich meine (hier beim RBB) gelesen zu haben, dass Gutachten bereits festgestellt haben, dass der Fahrer zu schnell war. Jetzt untersucht man, ob es bei 30 km/h auch zu den Verletzungen hätte kommen können.

    Aber warum meinen Sie, dass man einen rechtsextremen Fall herbeischreiben will? Es gibt "ausreichend" solcher Fälle, über man schreiben könnte.

  23. 7.

    Der Zeuge beschreibt ja, wie er selbst jemand anderen mit dem Schuh beobachtet haben will, er selbst hat den Schuh also demnach nicht entfernt. Die Ermittlungen zu dem Fall laufen noch, laut Gutachten war der Wagen in jedem Fall mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, das ist bis jetzt gesichert. Falls die Zeugenaussagen sich als richtig erweisen: Nicht gesichert (und auch nicht von uns behauptet) ist aktuell, ob der Fahrer mit Absicht beschleunigt hat, oder ob es ein tragisches "Timing" war und die Studentin genau dann auf die Straße trat. Das müssen die laufenden Ermittlungen zeigen. Wenn mehrere Zeugen unabhängig voneinander berichten, dass der Wagen beschleunigt hat, ist das aus unserer Sicht dennoch berichtenswert.

  24. 6.

    Alles Quatsch was ihr hier so berichtet. Selbst die angebliche Zeugin, welche von fremdenfeindlichen Äußerungen berichtet, hat dieses schon widerrufen. Weils nicht stimmt. Wie so vieles hier...
    Unabhängig davon kann (und wird vielleicht) der Fahrer zu schnell gewesen sein. Dass sollte aber ein Gutachter klären. Und dass jemand unvermittelt auf die Fahrbahn läuft sollte man auch erwähnen..

  25. 5.

    Korrekturvorschlag: "Eine ägyptische Studentin wird in Cottbus mit dem Auto brutal angefahren und verstirbt an denen ihr zugefügten Verletzungen." Soviel Mut zur Wahrheit sollte mMn schon aufgebracht werden.

  26. 4.

    Warum übernimmt hier nicht der Staatsschutz?

  27. 3.

    Zitat aus dem Artikel:
    ""Ich weiß dann noch, dass jemand mit einem Schuh des Unfallopfers kam, und meinte, dass der auf die andere Straßenseite geflogen ist. Ich glaube, so was kann bei dreißig nicht passieren.""

    Den Schuh von der Stelle zu entfernen, wo er in Folge des Unfalls hingeflogen ist, verschleiert den Tathergang.
    Merkwürdiger Zeuge.

    Zitat:
    "Ihre Verletzungen waren derart schwer, dass man sich fragen muss: Wie konnte es in einer Tempo-30-Zone auf einer sehr engen Fahrbahn neben einer Straßenbahnhaltestelle zu so einem Crash kommen?"

    Haben wir in Deutschland keine Unfalldatenbank, in der Unfallhergänge, Schäden und Verletzungen dokumentiert sind?

    Man kann anhand der Verformungen am Auto nachprüfen, mit welcher Geschwindigkeit das Fahrzeug die Studentin erwischt hat. Notfalls muss der Crash mit Dummys nachgestellt werden.

    Will man mit diesem Artikel bar jeglicher belastbarer Fakten einen rechtsextremen Vorfall herbei schreiben?

  28. 2.

    Ich hoffe das sie dem Fahrer richtig den Arsch aufreissen das alles zuspät is.
    Viel Spaß im Knast und lass dir schonmal dein Muffe verchromen, haha

  29. 1.

    Das hört sich doch eher nach Absicht und Vorsatz als nach einem Unfall an. Jetzt wird sich zeigen, ob die Behörden aus dem NSU Versagen gelernt haben.

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