
Nach Hochwasser - Mückenplage bleibt Brandenburg erhalten
In Hochwasserpfützen finden sie den optimalen Lebensraum, bei dem sonnigen Wetter entwickeln sie sich extrem schnell: Stechmücken quälen derzeit die Brandenburger. Ein Ende der Plage ist nicht in Sicht.
Nach dem Hochwasser an Elbe, Havel und Spree leidet Brandenburg unter einer Mückenplage. "In Pfützen und Tümpeln finden die Quälgeister derzeit optimalen Lebensraum", sagte der Chef des Landesumweltamtes, Matthias Freude. Solange das warme Wetter andauere und noch Wasserpfützen vorhanden seien, gebe es keine Entspannung.
In Brandenburg leben etwa 50 Mückenarten - jedoch nur die allerwenigsten davon stechen die Menschen. Bei normaler Witterung benötigten Mücken drei Wochen zur Entwicklung, erläuterte Freude. Bei Temperaturen über 25 Grad schafften sie es in zehn Tagen. Dann seien gleichzeitig mehrere Generationen unterwegs.

Freude bezweifelt Gifteinsatz gegen Mücken
Auch in früheren Sommern seien Mückenplagen in Brandenburg aufgetreten, so Freude. Jetzt mache aber das Hochwasser Probleme. "Überall dort, wo das Wasser abzieht, in den Havelpoldern oder im Elbe-Elster-Gebiet, bleiben kleine Wasserflächen zurück. Das sind ideale Brutstätten für Mücken. Aber auch in anderen Teilen des Landes gibt es zur Zeit außergewöhnlich viele Mücken. Das hängt mit den gleichen Regenfällen zusammen, die auch zum Hochwasser geführt haben."
Dass man mit Insektengiften gegen die Mücken vorgehen kann, glaubt Freude nicht. "Ob man ein ganzes Land wie Brandenburg mit Insektengiften besprühen kann, bezweifle ich. Außerdem müsste den Einsatz gegen die Larven lange vorher geplant werden. Sind die Mücken erst da, ist es bereits zu spät."
Experten entdecken Parasit in Stechmücken
Eine Infektion mit dem Parasiten könnte durch Stechmücken auch an den Menschen übertragen werden. Bisher sind laut dem Institut aber keine solchen Infektionen in Deutschland bekannt geworden.


