Ausbau U5: Baustelle am Roten Rathaus mit Tunnelbohrer Bärlinde (Archivfoto, Quelle: dpa)

Startschuss für Tunnelbohrer "Bärlinde" - Beginn der U5-Verlängerung am Marx-Engels-Forum

Nun geht es in den Untergrund: Mit einer Taufe des Tunnels am Marx-Engels-Forum gehen die Bauarbeiten zur Verlängerung der U5 in die heiße Phase. In der 16 Meter tiefen Grube steht dafür der Tunnelbohrer "Bärlinde" bereit.

Noch vor Beginn der Bauarbeiten wurde der Tunnel am Marx-Engels-Forum nach alter Bergbau-Tradition getauft. Damit soll er unter der schützenden Hand der heiligen Barbara stehen, der Schutzpatronin der Bergleute. Eine kleine Heiligenfigur hängt nun an der Grubenwand. Seinen Namen erhielt der U5-Tunnel jedoch von der Berliner Dombaumeisterin Charlotte Hopf.

Nach der Tunnel-Taufe kam der Tunnelbohrer "Bärlinde" erstmals zum Einsatz. Gemeinsam mit Vertretern der Berliner Verkehrsbetriebe und dem verantwortlichen Bauunternehmen Bilfinger startete Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die Maschine vor dem Roten Rathaus.

Einsatz der neuen U5 ab 2019

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu acht Metern am Tag soll sich der 700 Tonnen schwere "Riesen-Maulwurf" vom Startschacht am Marx-Engels-Forum bis zum Pariser Platz durch das Erdreich graben. Dort ist der Zusammenschluss der U-Bahn-Linie 5 mit der U55 geplant. Ab 2019 soll die neue U5 dann von Hönow bis zum Berliner Hauptbahnhof durchfahren.

Bereits im Mai war die riesige Ausgrabungsmaschine auf den Namen "Bärlinde" getauft worden. Wie auch der Tunnel folgt sie damit der bergmännischen Tradition, wonach dem zu grabenden Tunnel als auch der ausgrabenden Maschine ein weiblicher Vorname gegeben werden muss. Grund dafür ist die Schutzpatronin Barbara.