Am Freitagmittag (7.6.) hatte der Hochwasserscheitel der Elbe das brandenburgische Städtchen Mühlberg erreicht.
Alle Einwohner mussten Mühlberg verlassen.
Verkehrsschild unter Wasser: Der Pegel in Wittenbergehatte am 9.6. einen historischen Höchststand erreicht.
Zeitweise behinderten Schaulustige die Arbeit der Hochwasser-Einsatzkräfte in der Prignitz, vor allem im Bereich Quitzöbel, wo die Polder geflutet werden.
Entlastung brachte Wittenberge die Flutung der Havelpolder.
Im westlichen Havelland war nach dem Deichbruch bereits ein Notdeich gebaut worden, um Rathenow vor dem nahenden Elbhochwasser zu schützen.
Der Blick aus dem Helikopter zeigt die überflutete Elbe und den Havelschlauch bei Neuwerben. Die Öffnung der Wehre bei Quitzöbel sollte die Wohn- und Industriegebiete in der Prignitz schützen.
Deichläufer in Mühlberg: Am Montag (10.6.) hoben die Behörden die Evakuierung der Stadt an der Elbe auf.
Mehr als eine Million davon sollen die völlig durchnässten Deiche stützen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel machte sich am 10.6. in Wittenberge ein Bild von der Hochwassersituation.
Sandsäcke beherrschen das Bild in Wittenberge.
Nicht immer gelingt es, das Wasser abzuhalten. Hier sickert Elbwasser durch einen Deich in der Altstadt von Wittenberge.
Das Hochwasser der Elbe floss auch in das Flüsschen Stepenitz. Dort waren die geplanten Deiche noch nicht gebaut. Im brandenburgischen Breese wurden mehrere Häuser überflutet.
In Mühlberg sieht die Lage unterdessen wieder besser aus: Das Hochwasser ist am Dienstag (11.6.) deutlich zurückgegangen.
Langsam zieht in der Stadt wieder Leben ein. Die Bewohner sind nach Aufhebung der Evakuierung zurückgekehrt.
Taucher sammeln in der überfluteten Ortschaft Treibgut aus dem Wasser.
In Wittenberge stieg das Wasser der Elbe zuletzt zwar nicht mehr, es steht aber immer noch hoch vor den Deichen der Stadt. (Aufnahme vom 11.06.)
Ministerpräsident Matthias Platzeck informiert sich in Wittenberge über die Lage (Quelle: dpa)
Ministerpräsident Matthias Platzeck informierte sich in Wittenberge über den Stand der Dinge.
Platzeck versprach auch Sachsen-Anhalt Hilfe: Brandenburg werde Unterkünfte für mehr als 1000 Menschen schaffen, die im Nachbarland nach einem Deichbruch an der Elbe ihre überfluteten Häuser verlassen müssen.
Zentimeterweise gibt das Hochwasser den Bewohnern in Breese wieder ihren Besitz frei.
Hausbesitzer brauchen Gummistiefel, um ihre Heime mit trockenen Füßen zu betreten.
Während seines Besuchs mussten die Helfer der Einsatzleitstelle mit Helikoptern ausrücken.
Fast wie am Meer: Die Elbe hat sich bei Wittenberge zu einem gewaltigen Strom verbreitert.
Ein Gehöft in der Prignitz: Das Wasser ist zum Teil tief ins Land eingedrungen.
Wittenberge im Zwielicht: Die Evakuierung der Stadt wurde am Freitag (14. Juni) aufgehoben.
Das Wasser hat ganze Landstriche im Griff. Hubschrauber werfen soganannte Big Packs - riesige Sandsäcke - ab, um die Deiche zu stabilisieren.
Cumlosen in der Prignitz wirkt wie ein endloses Seengebiet.
Aus dem gebrochene Deich bei Fischbeck (Sachsen-Anhalt) strömen die Wassermassen. Ein Schubverband wird am Samstag (15.6.) dort versenkt und anschließend mit riesiegen Sandsäcken stabilisiert, um die Bruchstelle zu verschließen.
Eine etwa 20 Meter breite Lücke blieb. Die soll durch einen dritten Lastkahn geschlossen werden.
Über sechs Wochen lang hielten sich die Pegelstände mancherorts hartnäckig über den Normalwerten - auch lange nach den Höchstständen von Juni. Nun ist das Sommerhochwasser 2013 wohl endgültig vorbei. Was bleibt ist eine Mückenplage.