Zwei junge Wölfe verstecken sich hinter einem Baumstamm (dpa-Archivbild)

Raubtiere wieder heimisch - Wölfe erobern Brandenburg zurück

Wovon ernähren sich eigentlich Wölfe? Wie viele durchstreifen wieder die Mark? Wie groß ist der Schaden für Landwirte? Und vor allem: Sind Wölfe für Menschen gefährlich? rbb-online beantwortet die wichtigsten Fragen.

Am Wolf scheiden sich die Geister: Naturschützer freuen sich, dass die Wölfe in den letzten Jahren in Brandenburg wieder heimisch geworden sind. Landwirten und Hobby-Tierhaltern machen sie hingegen Sorgen. Um die unterschiedlichen Interessen in Einklang zu bringen, hat Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) am Donnerstag, 10.01.13, einen neuen Wolfsmanagementplan vorgestellt. Er sieht vor, dass Tierhalter eine freiwillige Entschädigung vom Land bekommen, wenn Weidetiere durch Wölfe getötet oder verletzt werden. Außerdem soll die Anzahl und Ausbreitung der Tiere beobachtet werden. Den Kritikern reicht das nicht aus, sie fordern einen Rechtsanspruch auf Entschädigung. rbb online hat die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema zusammengestellt.
  • Wie hat sich die Wolfspopulation in Deutschland entwickelt?

  • Wie viele Wölfe leben in Brandenburg?

  • Wovon ernähren sich die Wölfe?

  • Ist der Wolf für Menschen gefährlich?

  • Wie werden die Wolfsvorkommen überwacht?

  • Warum musste der Wolfsmanagement-Plan überarbeitet werden?

  • Was sagen die Wolfsgegner?

  • Nähern sich die Tiere zunehmend der Großstadt?

Der europäische Wolf...

... wird bis zu 90 Zentimeter (Schulterhöhe) groß und 140 Zentimeter lang. Er ernährt sich vor allem von Rehen, Rothirschen und Wildschweinen, reißt aber auch Schafe. In Notzeiten wird er zum Allesfresser, der sich auch auf Mülldeponien bedient.

Wölfe leben im Sozialverband, dem Rudel. Ein freilebendes Wolfsrudel besteht aus den beiden Elterntieren und den Nachkommen der letzten zwei Jahre. Die Jungwölfe verlassen meist im Alter von 10 bis 22 Monaten noch vor oder mit Einsetzen der Geschlechtsreife das elterliche Territorium.

Quellen: Landesministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz; WWF Deutschland

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