Seit Ende 2007 ist Polen im Schengen-Raum, damit sind auch die Grenzkontrollen entfallen. Seitdem hat die Grenzkriminalität in Brandenburg leicht abgenommen. 24 Grenzgemeinden gibt es insgesamt, hier wohnen rund 220.000 Menschen.
2013 ist die Zahl der Straftaten erstmals seit 2006 wieder gestiegen - auf das Niveau der Jahre 2010 und 2011. Gestiegen ist aber auch die Aufklärungsquote: Das sind die Grundfakten der Kriminalitätsstatistik für die Grenzgemeinden im Jahr 2013.
Weiterhin konstant hoch in der Grenzregion: der Diebstahl von Autos. Nach einem kurzzeitigen Rückgang im Jahr 2012 stieg die Zahl 2013 wieder an.
Es wurde wieder deutlich mehr geklaut, doch es konnten auch mehr Delikte aufgeklärt werden.
Es scheint auch einen größeren Bedarf an Fahrrädern zu geben. Langfinger griffen hier wieder häufiger zu. Ganz besonders in Forst: Die Stadt an der Neisse ist Fahrradklau-Ort Nummer 1 an der Grenze. 656 Diebstähle registrierte die Polizei.
Auch auf mittelständische Firmen haben es die Diebe wieder vermehrt abgesehen. Hier ist 2013 nicht nur die Zahl der Diebstähle gestiegen, sondern auch die Aufklärungsquote gesunken.
Schwerpunkt der Straftaten ist weiterhin Frankfurt (Oder). Hier wurden 2013 die meisten Delikte gezählt. Nur in Schwedt ist die Zahl der Straftaten zurückgegangen. In Guben ist sie dagegen deutlich gestiegen.
In Brandenburg gibt es 24 Gemeinden, die an das Nachbarland Polen grenzen. Sie sind von der Grenzkriminalität besonders betroffen. Rund 220.000 Menschen wohnen dort, Tendenz: leicht fallend. Weitere Bildergalerien | Zum Artikel
Rund 12 Autos werden in Brandenburgs Grenzgemeinden jede Woche geklaut. Nur jeder fünfte Diebstahl wird auch aufgeklärt. Im deutsch-polnischen Grenzgebiet nimmt die Kriminalität auch insgesamt wieder zu. 2013 wurden etwa 22.000 Straftaten registriert - und damit etwa zehn Prozent mehr als noch ...