Kriminalstatistik: Erstmals geht Zahl der Straftaten zurück
Seit Ende 2007 ist Polen im Schengen-Raum, die Grenzkontrollen entfallen. Seitdem hat die Grenzkriminalität stetig zugenommen. 2012 hat das Innenministerium allerdings erstmals einen Rückgang der Straftaten verzeichnet.
Grenzgemeinden Brandenburgs
In Brandenburg gibt es 24 Gemeinden, die an das Nachbarland Polen grenzen. Sie sind von der Grenzkriminalität natürlich besonders betroffen.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) weist für diese 24 Gemeinden für 2012 insgesamt 20.251 Delikte aus, das sind sind rund 1.700 Fälle weniger als im Jahr zuvor und der niedrigste Stand seit zehn Jahren.
Nachdem die Zahl der Diebstähle nach der Grenzöffnung bis 2011 Jahr für Jahr gestiegen war, konnte im vergangenen Jahr erstmals wieder ein Rückgang registriert werden - und zwar um 20 Prozent.
Erstmals ist auch die Zahl der Autodiebstähle seit der Schengen-Erweiterung auf dem Rückzug. Mit 526 wurden immerhin 123 Autos weniger entwendet als noch im Jahr zuvor.
Weniger Straftaten gab es auch beim Diebstahl aus Wohnungen und Einfamilienhäusern mit 331 Fällen, 2011 waren es noch 392.
Die Landwirte der Region klagen häufig über geklaute Trecker und andere landwirtschaftliche Geräte. Auch hier verringerte sich die Anzahl der Fälle von 132 auf 104.
Verständigung auch über Sprachgrenzen hinweg: Um die Kriminalität zu bekämpfen arbeitet die Polizei auf deutscher und polnischer Seite seit einiger Zeit verstärkt zusammen.
Rund 12 Autos werden in Brandenburgs Grenzgemeinden jede Woche geklaut. Nur jeder fünfte Diebstahl wird auch aufgeklärt. Im deutsch-polnischen Grenzgebiet nimmt die Kriminalität auch insgesamt wieder zu. 2013 wurden etwa 22.000 Straftaten registriert - und damit etwa zehn Prozent mehr als noch ...