Moody's ist eine der weltweit führenden Ratingagenturen (Quelle: imago/Geisser)

Rating-Agentur sieht geringes Risiko für Investoren - "Moody's" gibt Flughafengesellschaft die Note A1

Die US-Rating-Agentur "Moody's" stuft die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) als sichere Geldanlage ein. Sie bekommt trotz umfassender Probleme die Note A1. Das ist die fünfbeste von 21 Bewertungsstufen. Investoren gehen bei der FBB ein geringes Risiko ein, weil der Staat im Wesentlichen für die Schulden aufkommt.  

Trotz der großen Probleme am nicht eröffneten neuen Hauptstadtflughafen hat die Ratingagentur Moody's die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft (FBB) als vergleichsweise sichere Geldanlage eingestuft. Das staatliche Unternehmen hat die Bewertung A1 bekommen. Das ist die fünftbeste von 21 Stufen. Investoren, die dem Flughafen Geld leihen, gingen nur ein geringes Risiko ein, hieß es. Zur Begründung nannte die Ratingagentur, dass der Staat im Wesentlichen für die Schulden geradesteht und die Passagierzahlen in Tegel und Schönefeld wachsen.   

Besser als Heathrow - gleichauf mit Schiphol

Die hohe Verschuldung und das schwache finanzielle Profil der Gesellschaft, die den Ländern Berlin und Brandenburg sowie dem Bund gehört, drücken allerdings auf die Note, wie es weiter heißt.

Die FBB steht im Rating etwas besser da als etwa der privat betriebene Londoner Flughafen Heathrow, aber etwa genauso wie der Amsterdamer Flughafen Schiphol, der der öffentlichen Hand gehört. Die Betreiber des größten deutschen Flughafens in Frankfurt werden derzeit nicht von Agenturen bewertet.

Moody's ist eine der weltweit führenden Ratingagenturen. Bezahlt werden diese in der Regel von denen, die sie bewerten. "Wir haben das Rating freiwillig initiiert", teilte FBB-Finanzchefin Heike Fölster am Mittwoch mit. Ihr sei wichtig, Transparenz über die Werthaltigkeit des Unternehmens und seine Herausforderungen herzustellen.

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