Ein Rehbock vor der Kulisse des neuen Flughafens BER (Quelle: dpa)
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Sondersitzung des Aufsichtsrates - Im April soll Klarheit am BER herrschen

In sechs Wochen soll feststehen, ob der BER noch 2017 eröffnet werden kann. Das sagte Flughafenchef Mühlenfeld nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrates. Außerdem setzt Mühlenfeld eine Frist, bis zu der ein konkretes Datum für die Inbetriebnahme genannt werden muss.

Flughafenchef Mühlenfeld legt sich fest: In sechs Wochen soll entschieden werden, ob der BER im kommenden Jahr an den Start gehen kann. Mühlenfeld erklärte nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrates am Freitag außerdem, dass ein konkreter Eröffnungstermin bis zum Oktober festgelegt werden muss.

Bisher gehen die Betreiber von einer Eröffnung im Oktober 2017 aus, mit dem Wechsel zum Winterflugplan. Absehbare weitere Bauverzögerungen gefährden diesen Zeitplan allerdings. Die zuständige Baubehörde hat nämlich noch Nachbesserungen an der Entrauchungsanlage verlangt. Die müssen jetzt noch zusätzlich umgesetzt werden.

Mühlenfeld sagte dem rbb, der Termin 2017 sei zu halten, wenn die zusätzlichen Bauarbeiten in den kommenden vier bis sechs Wochen erledigt seien.

Rainer Bretschneider kommt am 11.03.2016 in Berlin zu einer Sondersitzung des BER-Aufsichtsrates (Quelle: dpa)
Rainer Bretschneider bei seiner Ankunft am Freitag

Standort für Regierungsterminal bleibt

In der Streitfrage um das Regierungsterminal haben sich die Gesellschafter geeinigt. Danach bleibt es bei dem Plan, dass Staatsgäste nach der Eröffnung des neuen Airports zunächst in einem Interimsbau empfangen werden. Fünf Jahre später soll das endgültige Terminal für Staatsgäste in Betrieb gehen. "Der Aufsichtsrat hat mit großem Einvernehmen festgestellt, dass frühere Beschlüsse und Vereinbarungen weiterhin Bestand haben", sagte Aufsichtsratsvorsitzende Michael Müller.   

Damit ist der Plan von Flughafenchef Mühlenfeld vom Tisch, der statt des neu zu errichtenden Regierungsterminals lieber mehr Platz für reguläre Passagiere schaffen wollte. Mühlenfeld hatte den Mietvertrag mit dem Bund vor wenigen Wochen gekündigt und damit für heftigen Unmut bei Bundesverkehrsminister Dobrindt gesorgt.

Mühlenfeld soll jetzt im April fünf Varianten vorlegen, wie der neue, 310 Millionen Euro teure Regierungsflughafen trotz knappen Zeitplans fünf Jahre nach der BER-Eröffnung in Betrieb gehen kann.

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