Ein Lehrer unterrichtet (Foto: dpa)

GEW: Mehr als 1.000 nötig - Brandenburg stellt 550 neue Lehrer ein

Mit Beginn des neuen Schuljahres werden am kommenden Montag in Brandenburg auch 550 neue Lehrer begrüßt. Wie Bildungsministerin Martina Münch (SPD) am Mittwoch mitteilte, sind noch nie so viele Lehrer neu eingestellt worden. Der GEW reicht das nicht.

Zum neuen Schuljahr 2013/2014 stellt das Land Brandenburg rund 550 neue Lehrer ein. Das seien so viele neue Lehrkräfte wie nie zuvor, teilte Bildungsministerin Martina Münch
(SPD) am Mittwoch mit. Im Durchschnitt seien die Pädagogen 35 Jahre alt. Das bringe "frischen Wind" an die Schulen, sagte Münch.

Die Ministerin sprach von einem stabilen Schulnetz im Land, auch wenn das Thema Unterrichtsausfall eine Herausforderung bleibe. Zudem sei wegen der demografischen Entwicklung mittelfristig ein deutlicher Rückgang der Schülerzahlen zu erwarten. Deshalb müssten schon jetzt Strategien entwickelt werden, um die Schulversorgung im ländlichen Raum sicherzustellen. Die Sommerferien gehen Ende der Woche zu Ende; Schulanfang ist der kommende Montag (5. August).

"Schlusslicht in der Finanzierung"

Der GEW-Landesvorsitzende Günther Fuchs sagte dem rbb, um den Generationswechsel einleiten zu können, bräuchte Brandenburg aber 1.000 bis 1.200 neue Lehrer in diesem Schuljahr.

Wenn weniger eingestellt würden, verschlimmere sich die Situation an den Schulen, so Fuchs. In diesem Jahr gebe es mehr Schüler, wegen der Pensionierungen insgesamt aber weniger Lehrkräfte als im Vorjahr.

Brandenburg gebe im Vergleich zu anderen Bundesländern zu wenig Geld für Bildung aus, betonte Fuchs. Das Land sei Schlusslicht in der Bildungsfinanzierung.