Die ehemalige Max-Reinhardt-Oberschule in Berlin-Hellersdorf (Quelle: dpa)

Antwort auf rechte Stimmungsmache - Parteien bekennen sich zu Flüchtlingsheim in Hellersdorf

In Berlin-Hellersdorf gibt es Widerstand gegen ein geplantes Asylbewerberheim. Nun hat die Politik das Wort ergriffen: Sechs Parteien haben sich in einer gemeinsamen Erklärung hinter das Vorhaben gestellt.

Nach Protesten gegen ein geplantes Asylbewerberheim in Marzahn-Hellersdorf haben sechs Parteien in einer gemeinsamen Erklärung ihre Unterstützung für das Vorhaben zugesagt.

CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP und Piraten in dem Berliner Bezirk erklärten am Sonntag in einem Schreiben: "Marzahn-Hellersdorf bekennt sich zur gemeinsamen Verantwortung, Flüchtlingen und Asylsuchenden eine sichere Unterbringung zu ermöglichen. Die Unterzeichnenden unterstützen
dieses Vorhaben uneingeschränkt. Wir heißen Flüchtlinge in unserem Bezirk willkommen!" Die Parteien verweisen auf die humanitären Krisen etwa in Syrien und Afghanistan.

Online-Petition gegen rechte Stimmungsmache

Um die geplante Unterkunft in Marzahn-Hellersdorf gibt es seit einiger Zeit Streit. In der vorvergangenen Woche war es auf einer Bürgerversammlung des Bezirks zu der geplanten Flüchtlingsunterkunft  in einer ehemaligen Schule zum Eklat gekommen. Anhänger der rechtsextremen NPD hatten gegen das Flüchtlingsheim Stimmung gemacht und die Ängste der Anwohner instrumentalisiert. Auch NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke ergriff das Wort.

Als Gegenreaktion hat inzwischen ein Bewohner aus Lichtenberg eine Online-Petition gestartet, die die geplante Flüchtlingsunterkunft unterstützt. Bis Sonntagnachmittag (16 Uhr) hatte die Solidaritätsbekundung auf der Online-Petitionsplattform "Change.org" bereits mehr als 18.000 Unterstützer gefunden.

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