
Neues Unterbringungskonzept vorgelegt - Brandenburg will Flüchtlinge öfter in Wohnungen unterbringen
Brandenburg will Flüchtlinge im Land verstärkt in Wohnungen und weniger in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen. Sozialstaatssekretär Wolfgang Schroeder legte am Donnerstag ein 38-seitiges Konzept vor, um die Integration und Lebenssituation von Flüchtlingen zu verbessern. Danach sollen Asylbewerber häufiger als bislang eigene Wohnungen beziehen. Derzeit leben 40 Prozent in eigenen Räumen und 60 Prozent in Gemeinschaftsunterkünften.
Eine hundertprozentige Unterbringung in Wohnungen, wie von Flüchtlingsorganisationen gefordert, sei nicht das Ziel, so Schroeder. Einige Hilfesuchende bevorzugten nach wie vor Gemeinschaftsunterkünfte, um stärkeren Kontakt zu Landsleuten halten zu können, hieß es. Bindend ist die neue Konzeption laut Schroeder noch nicht. Erst mit Einführung des Landesaufnahmegesetzes 2015 sollen Teile Rechtskraft erhalten.

Generell stünden auch Brandenburg und seine Kommunen vor großen Herausforderungen. So werde der Zustrom der Asylsuchenden mit Blick auf die Krisenherde in der Welt nicht abreißen.
2013 insgesamt mehr als 3000 Neuankömmlinge erwartet
Erstaufnahme in Einsenhüttenstadt überlastet
Aktuell stoße Eisenhüttenstadt an die Kapazitätsgrenze, erklärte der Sprecher des Innenministeriums, Ingo Decker. Ursprünglich war die Erstaufnahmestelle auf 500 Flüchtlinge ausgelegt. Mit Wohncontainern wurde sie für 700 erweitert; eine weitere Vergrößerung für 800 sei schon geplant. Von August an sollen vier neue Mitarbeiter in Eisenhüttenstadt anfangen.


