
Nach einer Woche Essensverweigerung - Flüchtlinge nehmen erstmals wieder Essen an
Zwei Ausländer, die wegen schlechter Haftbedingungen im Abschiebegefängnis Eisenhüttenstadt im Hungerstreik waren, scheinen wieder zu essen. Auch Gespräche mit einer Psychologin nahmen die Männer an.
Die beiden vom Krankenhaus in das Abschiebegefängnis Eisenhüttenstadt zurückgebrachten Flüchtlinge scheinen ihren Hungerstreik beendet zu haben. Die Männer haben sich am Samstag und Sonntag Mittagessen abgeholt, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums und bezog sich auf Beobachtungen des Personals. Ob die Georgier das Essen dann auch verspeisten, blieb offen. "Wir gehen aber davon aus, dass sie wieder essen."
Vor gut einer Woche hatten abgelehnte Asylbewerber in der Haftanstalt den Hungerstreik begonnen, um gegen den aus ihrer Sicht unmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland zu protestieren. Wegen Erschöpfung kamen sie ins Krankenhaus. Zwei Männer aus der Abschiebehaftanstalt werden dort noch betreut.
Vor gut einer Woche hatten abgelehnte Asylbewerber in der Haftanstalt den Hungerstreik begonnen, um gegen den aus ihrer Sicht unmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland zu protestieren. Wegen Erschöpfung kamen sie ins Krankenhaus. Zwei Männer aus der Abschiebehaftanstalt werden dort noch betreut.

Gesprächsangebot angenommen
Die beiden wieder ins Gefängnis zurückgebrachten Männer hatten am Samstag auch das Angebot genutzt, mit einer Psychologin mittels eines Dolmetschers zu reden. Ihr Eindruck sei, dass sie sich in einem stabilen Zustand befinden, hieß es.
Die Abschiebehaftanstalt hat rund 100 Plätze, von denen derzeit zwölf belegt sind, wie die Ministeriumssprecherin sagte. Im Gegensatz dazu ist die zentrale Einrichtung zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Brandenburg, die sich auf dem gleichen Gelände befindet, überfüllt. Dort sind aktuell rund 700 Flüchtlinge untergebracht. Da das Heim nur eine Kapazität von etwa 500 Plätzen hat, wurden Container aufgestellt.
Die Abschiebehaftanstalt hat rund 100 Plätze, von denen derzeit zwölf belegt sind, wie die Ministeriumssprecherin sagte. Im Gegensatz dazu ist die zentrale Einrichtung zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Brandenburg, die sich auf dem gleichen Gelände befindet, überfüllt. Dort sind aktuell rund 700 Flüchtlinge untergebracht. Da das Heim nur eine Kapazität von etwa 500 Plätzen hat, wurden Container aufgestellt.
"Heillos überfüllt und sanierungsbedürftig"
Der Landtagsabgeordnete der Linken, Peer Jürgens, hatte am Freitag das Heim besucht. "Es ist heillos überfüllt und dringend sanierungsbedürftig", sagte er am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Besonders das Haus, in dem Familien untergebracht sind, sei in katastrophalem Zustand.
Jürgens appellierte an den für die Bauarbeiten zuständigen Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen, die für 2014 geplante Sanierung zu beschleunigen. "Es wäre zu wünschen, alles zu tun, damit das beschleunigt wird", sagte der Abgeordnete. Wie er bei seinem Besuch erfuhr, könnten 300 Ausländer das Heim verlassen, sofern es Wohnraum für sie anderenorts gebe. "Doch fehlen in den Kommunen Plätze", berichtete Jürgens. Er rief die Städte auf, schnellsten Wohnraum zu schaffen. Dadurch könne sich die Situation im Heim entspannen.
Jürgens appellierte an den für die Bauarbeiten zuständigen Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen, die für 2014 geplante Sanierung zu beschleunigen. "Es wäre zu wünschen, alles zu tun, damit das beschleunigt wird", sagte der Abgeordnete. Wie er bei seinem Besuch erfuhr, könnten 300 Ausländer das Heim verlassen, sofern es Wohnraum für sie anderenorts gebe. "Doch fehlen in den Kommunen Plätze", berichtete Jürgens. Er rief die Städte auf, schnellsten Wohnraum zu schaffen. Dadurch könne sich die Situation im Heim entspannen.
