
Neue Pläne für die "City Ost" - Architektenwettbewerb für Hochhaus am Alexanderplatz läuft
Seit Jahren wird immer wieder über die städtebauliche Entwicklung des Berliner Alexanderplatzes geredet. Das Herz der "City Ost" soll zum "Manhattan Berlins" werden. Umstritten ist aber, nach wessen Plänen gebaut wird. Wie der rbb in Erfahrung gebracht hat, läuft nun bereits der Architekturwettbewerb für das Gebäude, das der amerikanische Immobilienfinanzierer Hines dort bauen will.
Die Pläne für einen neuen Wohnturm am Berliner Alexanderplatz werden jetzt konkret. Nach Recherchen des rbb-Inforadios hat der US-Investor Hines den Architekten-Wettbewerb für das 150 Meter hohe Gebäude gestartet.
Die Hines-Manager haben insgesamt neun Architekten eingeladen, Entwürfe für den Wohnturm am Alexanderplatz zu erarbeiten. Der Wettbewerb läuft bereits seit einigen Wochen, er wurde aber erst jetzt durch Nachfrage öffentlich.
![Modell der zukünftigen Bebauung des Alexanderplatzes [dpa] Modell der zukünftigen Bebauung des Alexanderplatzes [dpa]](/politik/beitrag/2013/08/Architektenwettbewerb-Hochhaus-Alexanderplatz-gestartet/_jcr_content/articlesContList/picture/image.img.jpg/rendition=original/size=320x180.jpg)
Der Hintergrund: Die Pläne für die Bebauung des Alexanderplatzes sind umstritten. Als Hines im Frühjahr bekannt gab, die schon mehrere Jahre alten Baupläne umsetzen zu wollen, sorgte Stararchitekt Hans Kollhoff für einen Eklat. Im rbb kritisierte er den bereits fertigen Sockelbau für den Wohnturm scharf. Der stehe nicht im Einklang mit dem Masterplan, den er vor 20 Jahren für den Alexanderplatz erstellt hatte.
Die Aussage löste eine rege Debatte über die Zukunft des Alex aus - mit dem Ergebnis, dass nun das Abgeordnetenhaus entscheiden soll, ob Berlin an Kollhoffs Masterplan festhalten will. Der sieht zehn neue Hochhäuser vor, jedes 150 Meter hoch. Das Hines-Gebäude ist nun das erste, das auch tatsächlich realisiert werden könnte. Und dessen Architekt könnte am Ende doch noch Hans Kollhoff heißen: Seine Aussage, nicht am Wettbewerb teilnehmen zu wollen, hat er nämlich inzwischen zurückgenommen, auch er will sich am Wettbewerb beteiligen.
Die Entscheidung über den Gewinnerentwurf soll im Oktober fallen.











