
Medienbericht über Gespräche mit Zoo-Chef - Blaszkiewitz' vorzeitiger Abgang ist angeblich schon in Arbeit
Bekommen der Berliner Zoo und Tierpark noch vor dem Sommer 2014 einen neuen Chef? Angeblich laufen Verhandlungen mit Noch-Direktor Bernhard Blaszkiewitz darüber, das eh schon absehbare Ende seines Vertrags vorzuverlegen. Einem Medienbericht zufolge sind hohe Summen im Gespräch, um den unliebsamen Zoo-Chef loszuwerden.
Die Zoo AG verhandelt angeblich mit ihrem Direktor Bernhard Blaszkiewitz über eine vorzeitige Räumung seines Postens. Die "Berliner Zeitung" berichtet, in Gesprächen gehe es um Geld, das Blaszkiewitz für einen vorzeitigen Rücktritt gefordert haben soll.
Im Gespräch sei laut informierten Kreisen eine Summe "zwischen 300.000 und 500.000 Euro", schreibt das Blatt. Der "Tagesspiegel" berichtete ebenfalls, es gehe um eine "sechsstellige Summe". Laut Geschäftsbericht beliefen sich die Gesamtbezüge Blaszkiewitz' im Jahr 2012 auf 128.666,69 Euro.
Über einen möglichen Zeitpunkt wurde nichts bekannt. Der Aufsichtsrat tagt das nächste Mal im September.
Ebenfalls im September sei der Masterplan "2020+" des Zoos wieder Thema im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses, schreibt die "Berliner Zeitung".
Seit Jahren in der Kritik
Der Aufsichtsrat der Zoo AG hatte sich am Mittwoch nach einer stundenlangen außerordentlichen Sitzung für einen Wechsel an der Spitze des Hauptstadtzoos entschieden, der sich bundesweit vor allem als Heimat des 2011 gestorbenen Eisbär-Stars Knut ins Gedächtnis gebrannt hat.
Für sich persönlich hatte Blaszkiewitz nie Kapital aus dem Knut-Hype schlagen können. Immer wieder geriet er stattdessen in die Kritik. Wiederholt waren ihm Fehler in der Tierhaltung, ein harscher Umgang mit Mitarbeitern und zuletzt Frauenfeindlichkeit vorgeworfen worden.
Vor knapp zwei Wochen hatte schon Zoo-Finanzvorstand Gabriele Thöne entnervt das Handtuch geworfen. Sie wollte damit nach eigenen Angaben einen Neuanfang in der Unternehmensleitung vorantreiben.
Das absehbare Ende der Ära Blaszkiewitz wurde in der Berliner Landespolitik weitgehend positiv aufgenommen.





