Neuer Innenminister stellt sich bei seinen Mitarbeitern vor - Holzschuher will sich um innere Sicherheit kümmern
Brandenburgs neuer Innenminister Ralf Holzschuher will sich zuerst um die Sicherheitslage im Land kümmern. Das kündigte der SPD-Politiker bei seinem Amtsantritt auf einer Belegschaftsversammlung in Potsdam an. In den kommenden Wochen stehen außerdem Besuche bei der Polizei vor Ort an.
Innenminister Ralf Holzschuher hat sich am Freitag zum Amtsantritt bei seinen Mitarbeitern vorgestellt. Bei einer Belegschaftsversammlung im Potsdamer Ministerium betonte der SPD-Politiker, der Schwerpunkt seiner Arbeit werde zunächst auf der Verbesserung der Sicherheitslage im Land liegen.
Beispielsweise gebe es Probleme im Bereich der Grenzkriminalität und mit Einbruchsdiebstählen, erklärte Holzschuher. Die Menschen seien in Sorge, und er nehme das sehr ernst. Der Minister kündigte außerdem an, in den kommenden Wochen die Polizeidirektionen des Landes zu besuchen.
Der 50-jährige Jurist hat das Amt von dem neugewählten Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) übernommen. Zuvor war er Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag.
Holzschuher muss die Polizeireform fortsetzen und in wenigen Jahren über 800 Stellen abbauen. Probleme bereiten außerdem organisierte Einbrechergruppen, Rockerbanden und die Grenzkriminalität.
Wichtiges Projekt: Kommunalreform
Als weiteres wichtiges Vorhaben nannte Holzschuher die anstehende Kommunal- und Verwaltungsreform. Dazu hatte eine Enquetekommission des Landtages vor kurzem Empfehlungen vorgelegt, wonach die Zahl der Landkreise von jetzt 14 auf 7 bis höchstens 10 Großkreise reduziert werden könnte. Die drei kreisfreien Städte Cottbus Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder) würden ihren Status verlieren und zum Sitz der umliegenden Landkreise. Davon wäre die Landeshauptstadt Potsdam nicht betroffen. Eine Kreisgebietsreform ist jedoch erst ein Projekt für die nächste Legislaturperiode.





