Immer mehr Menschen leben in Deutschland (Foto: dpa)

Bevölkerung wächst vor allem durch Zuwanderung - Immer mehr Menschen leben in Berlin

Zwei Mal die gesamte Einwohnerschaft der Stadt Werder: Um diese Größe ist Berlin im vergangenen Jahr gewachsen. Kein anderes Bundesland legte 2012 prozentual derart zu. Grund dafür ist vor allem die Zuwanderung, nicht etwa ein Mehr an Geburten. Brandenburg dagegen hat erneut Einwohner verloren.

Berlin boomt: Um rund 49.000 Einwohner ist die Stadt im vergangenen Jahr gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden entspricht das einer Zunahme von 1,5 Prozent. Zum Vergleich: In ganz Oranienburg leben etwa 41.000 Menschen.

In Brandenburg ist der Trend dagegen rückläufig: Hier nahm die Bevölkerung im Jahr 2012 um 3.700 Einwohner ab.

Das Bundesamt geht bei seinen Berechnungen vom Ergebnis des Zensus 2011 aus, der eine deutlich niedrigere Einwohnerzahl ergab als ursprünglich angenommen worden war.  Im Jahr 2012 stieg die Einwohnerzahl dann aber deutlich an.

Große regionale Unterschiede

Insgesamt wächst die Bevölkerung Deutschlands. Grund ist die Zuwanderung, nicht etwa die gestiegene Anzahl vor Geburten. Denn nach wie vor sterben in Deutschland mehr Menschen als neue geboren werden: 2012 kamen 674.000 Kinder zur Welt, während 870.000 Menschen starben.

Die Zuwanderung wiederum ist regional sehr unterschiedlich: Besonders viele Menschen zieht es offenbar nach Berlin und Hamburg sowie nach Bayern und Baden-Württemberg.

Andere Regionen verlieren dagegen Menschen. Hier liegt Sachsen-Anhalt an der Spitze, gefolgt von Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland.

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