
Vier Architektenbüros in der Endrunde - Für den Turmbau am Alex stehen die Finalisten fest
Der Alexanderplatz soll einen Hauch von Manhattan bekommen: Der amerikanische Immobilienfinanzierer Hines plant neben dem Einkaufszentrum "Die Mitte" ein 150 Meter hohes Hochhaus. Im ausgeschriebenen Architekten-Wettbewerb stehen jetzt die Finalisten. Dazu gehören auch die beiden Berliner Büros Kleihues + Kleihues und Barkow Leibinger Architekten.
Die Architekten Frank Gehry (USA) und das Berliner Büro Kleihues + Kleihues gehören zu den Finalisten im Wettbewerb um den Bau eines Hochhauses auf dem Berliner Alexanderplatz. Insgesamt seien vier Büros für die letzte Wettbewerbsrunde ausgewählt worden, teilte der US-Investor Hines am Freitag mit. Auch das Büro des Architekten Christoph Ingenhoven (Düsseldorf) sowie Barkow Leibinger Architekten (Berlin) seien aufgerufen worden, ihre Entwürfe für die Endauswahl zu überarbeiten. Die Ergebnisse sollen Ende des Jahres vorliegen.
In dem 150 Meter hohen Turm neben dem Einkaufszentrum "Die Mitte" sollen Wohnungen sowie ein Hotel entstehen. Insgesamt waren neuen Büros zur Beteiligung an dem Wettbewerb aufgerufen worden, darunter auch Hans Kollhoff, der den Masterplan für die Neugestaltung des Alexanderplatzes entworfen hatte. In der Auswahl-Jury saßen unter anderen Senatsbaudirektorin Regula Lüscher sowie Vertreter des Bezirks Berlin-Mitte und des Investors Hines.
![Modell der zukünftigen Bebauung des Alexanderplatzes [dpa] Modell der zukünftigen Bebauung des Alexanderplatzes [dpa]](/politik/beitrag/2013/09/Architektenwettbewerb-Hochhaus-Alexanderplatz-Auswahl-letzte-Runde/_jcr_content/articlesContList/picture/image.img.jpg/rendition=original/size=320x180.jpg)
Heftige Debatte um die Anzahl der Hochhäuser
Ursprünglich sollten auf dem Alexanderplatz mehrere Hochhäuser entstehen. Doch der Berliner Senat hat sich inzwischen von den Plänen distanziert. Das Vorhaben sei "im Grunde nicht umsetzbar", hatte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher gesagt. Nach dem
Kollhoff-Masterplan sollten zehn 150 Meter hohe Häuser gebaut werden - allerdings oft an Stellen, wo bereits Gebäude stehen. Diese wurden aber in den vergangenen Jahren aufwendig saniert.
Ausgelöst hatte die Debatte Starchitekt Hans Kohlhoff: Als Investor Hines im Frühjahr bekannt gab, die schon mehrere Jahre alten Baupläne umsetzen zu wollen, kritisierte Kohlhoff den bereits fertigen Sockelbau für den Wohnturm scharf. Der stehe nicht im Einklang mit dem Masterplan, den er vor 20 Jahren für den Alexanderplatz erstellt hatte.












