
Aktuelle Stunde im Landtag - Baaske will Fachkräftemangel effizienter bekämpfen
Die Prognosen sind düster: Bis 2030 werden nach Schätzung von Experten in Brandenburg allein in der Pflegebranche mehrere zehntausend Arbeitskräfte fehlen. Um dem Trend zu begegnen, will die FDP auch ausländische Fachkräfte anwerben. Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) dagegen will zunächst das Potenzial innerhalb der Landesgrenzen nutzen - durch die Beschäftigung von Frauen, Älteren und Langzeitarbeitslosen.
In Brandenburg gibt es nach Ansicht von Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) ausreichend Projekte zur Linderung des drohenden Fachkräftemangels. "Die Potenziale müssen aber besser genutzt werden", betonte er am Donnerstag in der Aktuellen Stunde auf Antrag der FDP-Fraktion im Landtag.
FDP-Fraktionschef Andres Büttner hatte die Landesregierung unter anderem aufgefordert, auf Jobmessen in europäischen Krisenstaaten gezielt für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Brandenburg zu werben. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Baaske: Potenziale im Inland nutzen
Baaske sagte, zunächst müsse das Augenmerk auf noch nicht ausreichend genutzte Potenziale im Inland gelenkt werden. Ziel sei, mehr Frauen in Vollzeitbeschäftigung zu bringen sowie älteren Arbeitnehmern oder Langzeitarbeitslosen wieder eine Chance zu geben. Das Brandenburger Fachkräfteportal im Internet etwa vermelde im Monat etwa 6000 Zugriffe.
Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Detlef Baer, appellierte an die Wirtschaft, Fachkräften solche Löhne zu zahlen, dass sie bleiben und nicht das Land verlassen. Es mangele vor allem an gut bezahlten Arbeitsplätzen, ergänzte der Arbeitsmarktexperte der Linksfraktion, Andreas Bernig.



