Berliner Grundschüler beim Schulessen (Quelle: dpa)

Neue Qualitätsstandards der Bezirke - Berliner Schüler bekommen gesünderes Essen

Das Berliner Schulessen soll gesünder werden. Künftig müssen die Anbieter einen Bio-Anteil von 16 Prozent garantieren. Die Gerichte dürfen zudem keine Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Süßstoffe enthalten. Um das zu erreichen, schreiben die Bezirke die Lieferung des Schulessens neu aus.

Die Berliner Bezirke schreiben derzeit die Lieferung von Schulessen neu aus. Als Grundlage dienen neue Qualitätskriterien, die der Senat zusammen mit den Bezirken und der AG Schulessen des Landeselternausschusses entwickelt hat. Künftig soll demnach nicht mehr der Preis, sondern die Qualität bei der Auswahl eines Zulieferers entscheidend sein.

So müssen die Caterer die Gerichte eindeutig kennzeichnen, damit alle Bestandteile erkennbar sind. Bolognese-Sauce muss also künftig Tomaten-Hackfleisch-Soße heißen.

Zudem soll der Bio-Anteil bei den Essen mindestens 16 Prozent betragen. Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, Süßstoffe und Formfleich sind künftig verboten, sagte eine Sprecherin der Sentasverwaltung für Bildung dem rbb.

Neun Millionen Euro mehr für Schulessen

Der Berliner Senat will zudem, dass jedes Kind täglich mindestens 110 Gramm Frischobst und 75 Gramm Gemüse zu sich nimmt.

Die Ausgaben für das Schulessen sollen um neun Millionen Euro auf 19,5 Millionen Euro erhöht werden. Die Kosten für das Essen sollen künftig 37 Euro im Monat betragen, für sozial schwache Familien einen Euro pro Tag.

Hintergrund für die Ausschreibung sind die Diskussionen um die Qualität der Schulessen nach den massenhaften Noro-Virus-Erkrankungen im Sommer letzten Jahres. Der Groß-Caterer Sodexo verwendete damals Erdbeeren aus China, die mit dem Noro-Virus belastet waren.

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