Lehrerinnen mit Trillerpeifen in Berlin (Quelle: dpa)

Tarifkonflikt - GEW ruft zu neuen Lehrerstreiks auf

Im Konflikt um die Bezahlung der angestellten Lehrer in Berlin ist kein Ende in Sicht. Die Gewerkschaft GEW will mit zwei weiteren Streiktagen Druck machen. Sie wirft Finanzsenator Nußbaum vor, auf Gesprächsangebote nicht einzugehen.

Die angestellten Lehrer in Berlin legen schon bald wieder ihre Arbeit nieder. Die Gewerkschaft GEW hat für den 24. September sowie den 21. Oktober zu ganztägigen Streiks aufgerufen.

Betroffen sein sollen alle Schulen, von der Grundschule bis zur Berufsschule. Ziel des Streiks bleibt ein einheitlicher Tarifvertrag für angestellten Lehrer.

GEW: Nußbaum rührt sich nicht

Von der Lehrergewerkschaft hieß es zudem, Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) habe noch nicht auf mehrere Gesprächsangebote der GEW reagiert.

Nußbaum hatte vor gut einer Woche in einem offenen Brief angekündigt, mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) über die Möglichkeiten eines einheitlichen Tarifvertrags auch für angestellte Lehrer in Berlin zu beraten. Daraufhin hatte ihm die Gewerkschaft drei Termine für ein informelles Treffen angeboten.

Nußbaum hat wiederholt deutlich gemacht, dass Berlin in der Sache nicht zuständig ist, da die tarifliche Eingruppierung der Pädagogen Sache der TdL sei.

Rund ein Drittel der Berliner Lehrer betroffen

In dem Konflikt geht es der Gewerkschaft vornehmlich um eine vergleichbare Bezahlung von angestellten und beamteten Lehrern und die Einordnung in Tarifgruppen.

Die TdL hatte zuletzt die Tarifverhandlungen für die angestellten Lehrer mit einem Plus von 5,6 Prozent abgeschlossen. Eine Regelung zur tariflichen Einordnung wurde aber nicht erzielt.

Von den rund 29.000 Berliner Lehrern sind etwa 9.000 angestellt, die anderen sind verbeamtet.