Philip Bialowitz auf dem Tempelhofer Feld (Bild: dpa)

Tag der Mahnung und Erinnerung - Widerstandskämpfer Bialowitz spricht auf dem Tempelhofer Feld

Er überlebte das NS-Vernichtungslager in Sobibor und war einer der Initiatoren des Lageraufstandes von 1943: Philip Bialowitz. Am Sonntag - dem Tag der Mahnung und Erinnerung - sprach er auf dem Tempelhofer Feld.

Jedes Jahr wird am zweiten Sonntag im September der Opfer des Faschismus gedacht. So hat auch an diesem Sonntag die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes in Berlin-Tempelhof den Tag der Erinnerung und Mahnung begangen.

Bei der Gedenkveranstaltung auf dem Tempelhofer Feld sprach auch der jüdische NS-Widerstandskämpfer Philip Bialowitz. Er ist nach Angaben der Vereinigung einer von acht noch lebenden Überlebenden des ehemaligen NS-Vernichtungslagers Sobibór im damals besetzten Polen - und einer der Organisatoren des Lageraufstandes von 1943, bei dem den Angaben zufolge rund 200 Gefangene fliehen konnten.

Das Gedenken galt gleichzeitig als Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg. Die Vereinigerung erinnerte an die Machtergreifung Hitlers vor 80 Jahren. Außerdem sei "die Geschichte des Tempelhofer Feldes eng mit dem Terror des Naziregimes verbunden. "Hier befand sich das Columbiahaus, das erst Gestapo-Gefängnis, später Konzentrationslager der SS wurde, hier es auf der Internetseite. Zudem seien hier Tausende Zwangsarbeiter in Baracken untergebracht worden. Sie mussten im Flughafengebäude unter unmenschlichen Bedingungen in der Rüstungsproduktion arbeiten.