Illustration Korruption, Schmiergeld - Ein 500-Euro-Schein wechselt den Besitzer (Bild: dpa)

Hintergrund: Bereicherungsaffäre bei Stadtwerken - Brandenburg an der Havel bekommt Korruptionsbeauftragten

Seine Aufgabe ist die Aufklärung in den Behörden und die Suche nach Anzeichen für Korruption: In Brandenburg an der Havel soll noch in dieser Woche ein städtischer Korruptionsbeauftragter die Arbeit aufnehmen. Hintergrund ist eine Affäre bei den Stadtwerken. Deren Chef soll sich persönlich bereichert haben. 

In Brandenburg an der Havel soll noch in dieser Woche ein Korruptionsbeauftragter die Arbeit aufnehmen. Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) sagte am Dienstag dem rbb, sie werde einen Vorschlag machen, wer aus der Stadtverwaltung diese Aufgabe übernehmen könne. Der beziehungsweise die Beauftragte solle vor allem die Beschäftigten in den Behörden aufklären und Anzeichen von Korruption untersuchen, aber auch intensiv an Rahmenbedingungen und Regelungen mitarbeiten. Die Stadtverordneten hatten in der vergangenen Woche beschlossen, eine solche Stelle zu schaffen. Darüber hinaus soll laut Tiemann das Thema der Rotation von Mitarbeitern angegangen werden.

Hintergrund ist eine Korruptionsaffäre bei den Stadtwerken. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Juni gegen deren ehemaligen Chef, Wolfgang-Michael Schwarz. Er soll sich während seiner Amtszeit persönlich bereichert haben, unter anderem durch den illegalen Verkauf von Heizöl. Nach Schätzungen beläuft sich die Schadenssumme auf mindestens 800.000 Euro.

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