
"Nicht weniger, sondern mehr" - Berliner SPD will bei Schulsozialarbeit nicht kürzen
Die SPD-Fraktion will die Kürzung von 19 Sozialarbeiterstellen an Berliner Schulen rückgängig machen - und verspricht sogar mehr Geld. Ende Oktober waren bereits die Briefe an die betroffenen Schulen geschickt worden. Lehrer, Eltern und Sozialarbeiter protestierten. Wie es aussieht, mit Erfolg.
Bei Berlins Schulsozialarbeitern sollen nun offenbar doch keine Stellen gestrichen werden. SPD-Fraktionschef Raed Saleh kündigte für den nächsten Haushalt eine Etatsteigerung für diesen Bereich an. Dem rbb sagte er, es werde mehr Geld geben, um Stellenstreichungen zu verhindern.
Die SPD möchte nicht weniger, sondern mehr Schulsozialarbeiter – und das nicht nur an Brennpunktschulen, so Saleh. "Wir lassen die Lehrer und Eltern an den Schulen nicht alleine mit ihren Problemen. Schulsozialarbeit ist sehr wertvoll für das Miteinander und hilft auch den Schülern, Eltern und Lehrern den Schulalltag zu bewältigen."

Entweder Stellenerhalt oder Lohnerhöhung
Insgesamt gehe es um eine Million Euro, die für die Erhaltung der Sozialarbeiterstellen verwendet würden, so der SPD-Fraktionschef weiter. Darüber müsse man nun mit dem Koalitionspartner CDU verhandeln.
Ursprünglich sollten 19 Stellen an Berliner Schulen gestrichen werden, um Lohnerhöhungen für die Sozialarbeiter auszugleichen. Allerdings wäre die Kürzung ein Widerspruch zur Politik der SPD-Fraktion gewesen. Diese hatte erst in diesem Jahr ein Sonderprogramm für mehr Schulsozialarbeiter an Brennpunktschulen auf den Weg gebracht. Dieses Programm, stellte Saleh klar, solle aber nicht zulasten anderer Schulen gehen.

