
Tarifstreit im Bildungssektor - Lehrer verschieben Warnstreik
Die Lehrer in Berlin kämpfen gegen die Ungleichbehandlung ihrer Beschäftigung: Anders als in vielen anderen Bundesländern wird ein Großteil lediglich angestellt und steht aufgrund dieser Nicht-Verbeamtung meist finanziell schlechter da. Dagegen wehren sich die Lehrer, fordern Gespräche und drohen mit Streiks. Der für Februar geplante Ausstand ist nun jedoch abgesagt.
Der für 2014 geplante Warnstreik der angestellten Berliner Lehrer ist erst einmal vom Tisch. Nach einem ersten Gespräch mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) habe man erneute Aktionen verschoben, teilte die Lehrer-Gewerkschaft GEW am Dienstag mit. Damit folgte der Landesvorstand der GEW einer Empfehlung der Tarifkommission.
Anfang des kommenden Jahres sollen zunächst weitere Gespräche folgen. Sollte bis März keine tragbare Verhandlungsplattform gefunden sein, werde die Gewerkschaft weitere Streiks vorbereiten, kündigte Berlins GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik an.
Lehrer fordern gleiche Bezahlung für angestellte Kollegen
Siebernick erwartet zum einen, dass es Verhandlungen über eine Entgeltordnung gibt, und zum anderen, dass Finanzsenator Ulrich Nußbaum sich daran beteiligt. Für den Fall, dass es bis März keine Verhandlungsgrundlage geben sollte, hat die Gewerkschaft weitere Streiks angekündigt.
Die GEW fordert für die angestellten Lehrer einen eigenen Berliner Tarifvertrag und die gleiche Bezahlung wie für die verbeamteten Kollegen. Allein in diesem Jahr haben Pädagogen in der Hauptstadt schon an 17 Tagen die Arbeit niedergelegt.


