
Zweites Teilstück freigegeben - Ortsumgehung fertig - Luckenwalde atmet auf
53 Millionen Euro hat sie gekostet, über ein Jahrzehnt zogen sich die Bauarbeiten hin: Seit Freitag ist Brandenburgs längste Ortsumgehung bei Luckenwalde (Teltow Fläming) als Gesamtstrecke befahrbar. Die Bürgermeisterin freut sich über weniger Lärm – und sieht Chancen für die Ansiedlung neuer Unternehmen in der Stadt.
Brandenburgs längste Ortsumgehung bei Luckenwalde (Teltow-Fläming) ist fertig. Seit Freitag ist die 17 Kilometer lange Tangente an der Bundesstraße 101 insgesamt befahrbar. Verkehrsminister Jörg Vogelsänger gab sie formal gemeinsam mit Michael Odenwald, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, frei.
Der Bau der Umfahrung hat nach Angaben des Potsdamer Verkehrsministeriums insgesamt 53 Millionen Euro gekostet. Sieben Brücken sind entstanden, unter anderem über die Bahnstrecke Berlin-Leipzig.
Nördliches Teilstück schon 2003 fertig
Wegen Problemen beim Umweltschutz hatten sich die Arbeiten in die Länge gezogen. Der Nordabschnitt der Umgehungsstraße war schon vor zehn Jahren fertiggestellt worden. Laut Verkehrsministerium wurden Wald- und Alleebäume, Sträucher und Hecken gepflanzt. Otter können zur Straßenquerung die Nuthebrücken nutzen. Munition und andere Altlasten auf einer ehemaligen Militärfläche seien entsorgt worden.
Der jetzt freigegebene Südteil ist 8,3 Kilometer lang, investiert wurden hier rund 22 Millionen Euro in vier Jahren Bauzeit.
Weniger Lärm, schnellerer Wirtschaftsverkehr
Die Bürgermeisterin von Luckenwalde, Elisabeth Herzog von der Heide, zeigte sich erfreut, dass es mit der Ortsumfahrung nun weniger Lärm für die Anwohner gebe. In der Innenstadt gewinne dadurch Wohnqualität, sagte die SPD-Politikerin am Freitag dem rbb.
Außerdem könne der LKW-Verkehr über die Tangente nun schneller den Berliner Ring und damit die Hauptstadt erreichen. Dadurch werde der Wirtschaftsstandort Luckenwalde für Unternehmensansiedlungen interessant.
Für die Verbindung Luckenwalde - Berlin fehlt laut Verkehrsministerium nun noch die Ortsumgehung Thyrow, nördlich von Trebbin. Die Baugenehmigung dafür soll 2014 vorliegen.


