Sylvia Wähling an der Ziegelsteindenkmal im Hof der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus (Quelle: Menschenrechtszentrum Cottbus/S. Wähling)
Sylvia Wähling vor einer Gedenktafel auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses Cottbus.

Drei Fragen - Drei Antworten - "Es ist leider alles sehr unsicher"

Die Finanzierung steht: drei Stellen vom Kulturstaatsminister, einen Teil der Betriebskosten vom Land und weitere Stellen von der Stadt. Aber: All das hat der Verein lediglich für die nächsten vier Monate sicher. Die Geschäftsführende Vorsitzende des Menschenrechtsvereins Cottbus, Sylvia Wähling, hofft auf private Geldgeber.

Frage: Wie unterhält der Verein das Haus?

Sylvia Wähling: Es ist leider alles sehr unsicher. Bis April haben wir noch drei Personalstellen, finanziert durch den Kulturstaatsminister. Die fallen dann weg. Ein Teil der Betriebskosten wird vom Land bezahlt. Auch bis April. Dann fallen auch die kommunal geförderten Stellen weg. Ansonsten durch Spenden.

Und dann?

Wir könnten uns vorstellen, dass das Land sagt, diese Gedenkstätte ist so wichtig, dass sie dauerhaft unterstützt wird. Aber wir setzen gleichzeitig auch auf private Spender. Ganz einfach, weil wir nicht vom Staat abhängig sein wollen.

Also eine Eröffnung mit Unsicherheit?

Wir hoffen auf diesen Tag und auf die Aufmerksamkeit. Es ist ein Riesenfels ins Rollen gekommen und der ist nicht mehr aufzuhalten.