
Brandenburger SPD eröffnet Wahlkampfzentrale - Wahlkampf aus der "Ostkurve"
Die Brandenburger Parteien haben ein anstrengendes Jahr vor sich: Gleich drei große Wahltermine stehen an. Im Mai die Kommunal- und Europawahl, im September dann die Landtagswahl. In Potsdam haben die Sozialdemokraten nun ihre Wahlkampfzentrale eröffnet - und auf einen kämpferischen Namen getauft.
"Ostkurve" heißt das Wahlkampf-Hauptquartier der Brandenburger Sozialdemokraten. Dort, im Sitz des Landesverbandes in der Potsdamer Alleestraße, laufen im Superwahljahr die Fäden zusammen. Die märkische SPD sieht sich dafür gut gerüstet: Insgesamt zwei Millionen Euro hat sie in der Wahlkampfkasse, für alle drei Wahlen zusammmen.
Bereits bei der Kommunalwahl im Mai stehen landesweit mehr als 1.000 Kandidaten der Sozialdemokraten bereit, sagte SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz am Montag zur Eröffnung der Wahlkampfzentrale.
Neue Büros hat die SPD für das Hauptquartier allerdings nicht extra angemietet: Die"Ostkurve" liegt im Regine-Hildebrandt-Haus, dem Sitz des SPD-Landesverbandes.
Jusos planen eigene Kampagne
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will auf 18 Veranstaltungen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten zu den Wählern sprechen. Im März veranstalten die Sozialdemokraten außerdem eine Reihe von Bürgerforen, in denen die SPD mit Wählern ihr Programm diskutieren sollen.
Da erstmals auch Jugendliche ab 16 Jahren bei Kommunal- und Landtagswahlen mitwählen dürfen, planen die Jusos eine eigene Jugendkampagne.
Bei der ebenfalls im Mai anstehenden Europwahl will die SPD laut dem Magazin "Spiegel"
ein Rekordbudget von 10,3 Millionen Euro ausgeben. In dem Bericht heißt es außerdem, dass auf 9.000 Großflächenplakaten für den Spitzenkandidaten, den Präsidenten des Europaparlaments, Martin Schulz, geworben werden soll, in 17 Städten seien große Kundgebungen geplant. Bis zu 80 zusätzliche Mitarbeiter sollen den von Matthias Machnig geleiteten Wahlkampf in der "Europa-Kampa" im Berliner Willy-Brandt-Haus steuern.
Die SPD kämpft bei Europawahlen oft mit mangelnder Mobilisierung, daher soll der Einsatz nun erhöht werden.
